Arsenal: Arsène Wenger. Und jetzt?

Nach zwei Jahrzehnten unter Wenger sucht Arsenal nach einem neuen Trainer. Dabei gerät auch Joachim Löw ins Visier.

Nach dem Namen für das frisch geborene Kind von Prinz William und seiner Ehefrau Kate ist es derzeit die Frage aller Fragen in London: Wer wird Nachfolger von Arsène Wenger und steht in der nächsten Saison beim FC Arsenal an der Seitenlinie. Gefühlt ist der Franzose schon so lange im Amt wie die Queen. Im Gegensatz zur englischen Thronfolge ist bei den Gunners der Erbe der Krone noch nicht bekannt. Deswegen werfen wir mal einen genaueren Blick auf drei Kandidaten Kandidaten und verraten euch noch ein paar weitere Namen.

Joachim Löw [10.0]

Ja tatsächlich, die Engländer haben unseren Nationaltrainer ganz oben auf der Liste als möglichen Reformator beim FC Arsenal. Das mag erstmal unwahrscheinlich klingen, aber es ist realistischer als man vielleicht denkt. Die einzige Voraussetzung: Joachim Löw muss Lust auf eine neue Herausforderung haben und zurück in den wöchentlichen Liga-Rhythmus wollen. Ist das nicht so, dann hat er beim DFB eine nahezu unanfechtbare Position. Sucht er aber nach einem Neustart, dann ist Arsenal nahezu perfekt. Warum? Er käme in einen reichen Club, der nach Erfolg lächzt, hat mit London eine traumhafte Stadt zum leben und kann bei Arsenal auf alte bekannte zurückgreifen. Mit Per Mertesacker und Jens Lehmann sind ab dem Sommer gleich zwei langjährige Spieler von Löw im Club aktiv. Dazu kommt mit Chefscout Sven Mislintat ein weiterer Deutscher. Das ist doch geradezu perfekt. Die Rahmenbedingungen passen wirklich und auch Lukas Podolski würde einen deutschen Trainer empfehlen: "Ich bin ja der Meinung, dass Arsenal ein deutscher Trainer gut tun würde. Das ist mein Gefühl. Der Club setzt ja schon seit einigen Jahren auf deutsches Know-how", sagte er in der Welt. Wir glauben trotzdem, dass Bundes-Jogi auch Bundes-Jogi bleibt.

Carlo Ancelotti [17.0]

Bei Arsenal schreien viele Fans nach einem kompletten Neuanfang. Den soll auch die Clubführung wollen. Carlo Ancelotti steht in der Regel für Erfolg, er steht aber nicht für einen einschneidenden Neuanfang. Mit 58 ist der Italiener im gleichen Alter wie Löw. Sein Auftreten und seine Spielweise wirken aber eher wie zwei Jahrzehnte älter. Will man auf einen ganz großen Namen setzen, dann können die Arsenal-Verantwortlichen Ancelotti holen. Ein Versuch für eine Ära á la Wenger 2.0 wäre das aber nicht.

Ralf Rangnick [17.0]

Dieses Pärchen ist für uns so etwas wie das perfect match bei der neuen Trainersuche von Arsenal. Ralf Rangnick und der Club aus dem Londoner Norden, das passt in diesem Fall einfach wie die Faust aufs Auge. Warum das? Naja, in England ist der Trainer nicht nur der klassische Trainer. Er besitzt auch Funktionen eines Managers und Rangnick kann beides. Zum Beispiel in Stuttgart und auf Schalke hat er gezeigt, wie groß seine Trainerqualitäten sind. Bei den RB-Clubs hat er sich in eine andere Richtung entwickelt. Kein Wunder, dass er in den Medien immer häufiger als Kandidat genannt wird.

Thomas Tuchel [21.0]

Was passiert denn nun mit Thomas Tuchel? Vor ein paar Wochen schrieb der Kicker, dass mit Arsenal bereits alles fix ist. Die Bild konterte und berichtete von einer Einigung mit Paris St. Germain. Wir sind uns sicher, dass der Perfektionist nach seinem Jahr Pause in der kommenden Saison auf jeden Fall wieder an der Seitenlinie steht. Zu Arsenal würde er definitiv passen. Unser Gefühl sagt uns dennoch, dass er sich für Paris entschieden hat. Trotzdem muss er in dieser Liste dabei sein. Und wenn du daran glaubst, dass Tuchel zu Arsenal geht, dann ist die Quote von [21.0] auch geradezu eine Pflicht, dass du auf ihn setzt.

Und sonst noch?

Luis Enrique [4.5]
Mikel Arteta [7.0]
Brendan Rodgers [12.0]
Julian Nagelsmann [21.0]
Thierry Henry [34.0]