SC Freiburg: Und täglich grüßt das Murmeltier...

Der Sportclub behält auch in brenzligen Lagen immer die Ruhe

Freiburg ohne Trainer Christian Streich. Das ist undenkbar. Der Kultcoach geht bereist in seine achte Saison im Breisgau und ist bei Fans und Verantwortlichen der eigentliche Star. Jedes Jahr schaffen sie es im Schwarzwald trotz namhafter Abgänge immer wieder eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen zu stellen. Vor allem auch dank Streich. Und wenn es dann doch mal in turbulente Tage oder auf einen Abstiegsplatz geht, dann behalten sie einfach die Ruhe. Einzigartig in ganz Europa.
Und für Fußball-Romantiker in Zeiten von aberwitzigen Ablöse-Millionen für durchschnittliche Spieler so etwas wie ein gallisches Dorf auf der Fußball-Landkarte. Aushängeschild wird auch in der kommenden Saison Stürmer Nils Petersen sein, der mit 16 Treffern bester deutscher Stürmer der letzten Spielzeit und sogar im erweiterten WM-Aufgebot von Jogi Löw aufgetaucht war.
Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit, einem überragenden Trainer und der Idylle des Schwarzwaldes gelingen auch immer wieder geschickte Transfers. Einer könnte diesmal die Verpflichtung von Abwehrriese Dominique Heintz von Absteiger 1.FC Köln sein. Beim FC konnte er den völlig überraschenden Abstieg nicht verhindern, in Freiburg mit seiner Routine aber zum Leistungsträger werden. In Freiburg zu spielen ist immer schwierig. Das haben sogar mal die Bayern öffentlich zugegeben. Und daran wird sich auch ab August nichts ändern.
Dennoch geht der SC wieder mit der viertschlechtesten Quote ins Abstiegsrennen. Lediglich den [3,2] Einsatz erhält mann wenn der Sportclub in Liga Zwei absteigt.