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Ergebniswette: Die Jagd auf das richtige Resultat

Onlinewetten RSS / Torsten Kahl / 17 Juli 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Heute möchte ich mit der Ergebniswette (englisch: „correct score") eine Wettform vorstellen, die primär im Fußball angeboten wird. Vorauszusagen, welches Endergebnis ein Spiel haben wird, stellt sich im ersten Moment relativ schwierig dar. Verlockend ist aber die Höhe der Quoten: Ergebnisquoten unter 6.6 sind vor Spielbeginn bei Betfair kaum zu finden. Je nach Endergebnis werden oft auch dreistellige Quoten angeboten. Im Folgenden möchte ich Ihnen viele nutzbringende Informationen und Statistiken vermitteln, damit Sie künftig lohnende Spiele und Quoten für Ergebniswetten erkennen können.

Beginnen wir erst einmal mit der Statistik, die uns sagt, welche Ergebnisse wie oft auftreten (Grundlage sind alle Ergebnisse der zehn großen europäischen Ligen seit dem Jahr 2000).

Endergebnis 1:1 - 9,4 %, 2:1 - 9,1 %, 1:0 - 9,0 %, 2:0 - 8,9 %

Dann folgen 0:0 (7,9%), 0:1 (5,6%), 0:2 (5,1%) und das 3:0 mit 5,0 Prozent. Alles weiteren Ergebnisse liegen unter 5 Prozent, beginnend mit 1:2, 2:2, 3:1 usw.! Entsprechend liegen die Quoten für die oben aufgeführten vier häufigsten Resultate am niedrigsten (bei Partien mit einem Top-Favoriten verschiebt sich die Quotierung natürlich ein wenig). Diese Statistik kann natürlich nur die Grundlage bilden, eine Aufschlüsselung in die einzelnen Ligen und die Erfassung von Tendenzen in bestimmten Zeiträumen wäre der nächste Schritt. So fallen z. B. in England oder in Deutschland im Schnitt mehr Tore als in Spanien oder Frankreich, womit bei den Erstgenannten die Ergebniswette etwas schwieriger zu tippen ist. Lange Zeit war die Serie A in Italien als torärmste Liga bekannt, dies hat sich aber in den letzten beiden Spielzeiten geändert.

Welche Spiele bzw. Ligen eignen sich nun besonders für die Ergebniswette?
Für die Ergebniswette eignen sich logischerweise vor allem solche Spiele, die man als relativ torarm einstuft (weniger Möglichkeiten als bei Spielen mit vielen Toren). Man sollte sich dabei nicht nur auf ein Ergebnis festlegen, sondern ruhig drei bis vier Resultate ins Auge fassen. Bei Betfair-Quoten zwischen 6.6 und 8.0 ist man dabei immer noch stark im Plus. Die over/under-Torwetten hatte ich ja schon in meinem letzen Blog angesprochen, die dortigen Quoten sind auch ein guter Anhaltspunkt für geeignete Spiele mit Ergebniswetten.

Strategische Überlegungen
Neben den statistischen Werten spielen natürlich noch weitere Faktoren eine Rolle. Die Bedeutung des Spieles, der Zeitpunkt des Spieles (am Anfang einer Meisterschaft bzw. Turnieres fallen tendenziell weniger Tore), verletzte Spieler (Stürmer, Abwehrspieler) oder gerade bei K.O.-Spielen (Champions League etc.) taktische Erwägungen der Teams.
Zuletzt war die spanische, aber vor allem aber die französische und portugiesische Liga mit vielen Spielen "gesegnet", in denen maximal zwei Tore fallen. Bei solchen Partien gibt es ja sechs Ergebnis-Möglichkeiten (0:0, 1:1, 1:0, 2:0, 0:1, 0:2), wobei man nicht alle Varianten anspielen sollte, da dann der Einsatz zu hoch wird. Nach meinen langjährigen Erfahrungen reichen drei bis vier Resultate, dabei empfehle ich zwingend das 0:0, das 1:1 und ein 1:0 bzw. 0:1, je nachdem, wer der vermeintliche Favorit ist.

Das richtige Spiel herausfiltern
Schwerpunkt der Ergebniswette bilden wie erwähnt K.o.-Spiele bei großen Meisterschaften und im Europapokal, wobei dort etwas mehr die Hinspiele in Betracht zu ziehen sind (große "Vorsicht" der Heimteams, kein Gegentor zu kassieren). Zurzeit laufen ja schon die Qualifikationen für die CL und die neugeschaffene Europa League, wobei momentan die Leistungsunterschiede zumeist groß und so für die Ergebniswette eher ungeeignet sind. Positive Beispiele waren zuletzt die Halbfinal-Hinspiele und Finalspiele von CL und UEFA-Cup (Spielzeiten 07/08 und 08/09), wobei die Resultate ausschließlich 1:1 (fünfmal), 0:0 (dreimal), 2:0 (zweimal) und 1:0 bzw. 0:1 lauteten.

Eine weitere interessante Variante ist die Kombination der Wettarten "Handicapwette" und "Ergebniswette", die sich bei Partien mit einem klaren Favoriten anbietet. Doch durch die immer größere Ausgeglichenheit (gerade auf Länderspielebene) werden deutliche Favoritensiege etwas weniger, womit sich die angesprochene Kombination anbietet. Konkret bedeutet dies: ein Handicapwette auf das Favoritenteam (Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz), kombiniert mit zwei Ergebniswetten, wobei der Favorit nur einen knappen Sieg landet (dabei ist das 1:0 und das 2:1 sinnvoll, da dem Außenseiter selten mehr als ein Tor gelingt). Natürlich müssen dabei die Einsätze proportional angepasst werden, zum Beispiel 6 Einheiten auf die Handicapwette und je eine Einheit auf die beiden Resultatswetten (oder auch 4 Einheiten und jeweils 0,5 Einheiten).

Torsten Kahl ist Autor bei "Bet for Success", http://www.bet-for-success.de

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