Der Tag der Deutschen in Basel
140 WTA Tour
/ Klaus Schepers / 22 Oktober 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Fünf Spieler des DTB wollen unweit der deutschen Grenze einen guten Jahresabschluss feiern
Eigentlich ist der Zustand des deutschen Tennis alles andere als gut. Die beiden besten Spieler der letzten Jahre, Nicolas Kiefer und Tommy Haas fallen eigentlich nur noch durch Jammer-Interviews in den Medien auf, immer seltener durch starke Leistungen. Beide denken offen über ihr Karriereende nach. Rainer Schüttler kommt ebenfalls in die Jahre, erlebt gerade aber seinen zweiten Tennisfrühling. Schaut man sich das Tennisjahr aber genauer an, ist die Bilanz der Deutschen gar nicht so schlecht. Nicolas Kiefer konnte ein Finale der Masters Series erreichen, Schüttler immerhin das Halbfinale von Wimbledon. So gesehen haben die Deutschen das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht. Doch wie sieht's mit dem Nachwuchs aus? Ein Lichtblick ist Philipp Petzschner, der zuletzt in Wien seinen ersten ATP-Sieg feiern konnte - und das als Nummer 125 der Welt.
Ein deutsch-deutsches Duell, Petzschner als neue Hoffnung und Kiefer vs. Blake
Heute bestreitet der 24-jährige Petzschner gegen Kristof Vliegen sein erstes Spiel seit dem Überraschungscoup von Wien. Kann er an die Erfolge anknüpfen? Er geht jedenfalls als deutlicher Favorit ins Rennen mit einer Quote von 1,66. Außerdem stehen sich Andreas Beck und Benjamin Becker gegenüber. Beide konnte in der ersten Runde Spieler besiegen, die in der Weltrangliste deutlich vor ihnen platziert sind. Becker gewann gar gegen einen der Spieler, die sich noch Hoffnung auf den Masters Cup machen können - Stanislas Wawrinka. Er geht auch als Favorit in dieses Duell. Außerdem dürfen Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer auf dem Centre Court auflaufen. Kohlschreiber spielt gegen den starken Russen Igor Andreev, der Roger Federer bei den US Open an den Rand einer Niederlage brachte. Kiefer darf gegen James Blake spielen, der sich große Hoffnungen auf die Teilnahme am Masters Cup macht. Für die Deutschen ist das Turnier in Basel ein Fast-Heimspiel. Nur wenige Kilometer hinter der Grenze liegt die schweizerische Stadt. Und auch im Locker Room wird morgen deutsch gesprochen.