Achtung, Rafa: die Konkurrenz schläft nicht!
Tennis
/ Klaus Schepers / 27 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Rafael Nadal geht als Favorit ins Masters-Turnier von Rom. Doch selbst bei Quoten um 1.40 ist eine Siegwette auf "Rafa" gefährlich, wie die Ergebnisse Nadals in Rom 2008 belegen. Aktuell im Betfair LIVE VIDEO: Djokovic - Del Potro
Wer erobert Rom? Rafael Nadal? Neun Spiele in den letzten zwölf Tagen hat der Spanier bestritten. Dabei waren zwar viele souveräne und lockere Siege, aber auch hart umkämpfte Partien wie das Finale von Monte Carlo gegen Novak Djokovic, in dem er seit Ewigkeiten wieder einen Satz auf dem roten Aschebelag verloren hat. Diese Vielspielerei könnte für "Rafa" diese Woche in Rom einen entscheidenden Nachteil bedeuten.
Der Spanier ist der einzige der absoluten Topspieler, der in dieser Woche ein Turnier (Barcelona) bestritten hat. Klar, das Turnier in der spanischen Heimat war eine Pflichtsveranstaltung für ihn und er hat es souverän gewonnen. Dass aber selbst für einen psychisch und physisch derartig fitten Spieler wie Nadal der enge Terminplan zum Problem werden kann, hat man im letzten Jahr in Rom bei seiner Erstrundenpartie gegen Juan Carlos Ferrero gesehen, in der er überraschend in zwei Sätzen unterlegen war. Das allerdings lag an dicken Blasen am Fuß des Spaniers (s. Video unten) und weniger daran, dass Ferrero zu stark gewesen war für Nadal.
Geschichte wiederholt sich meistens nicht - trotzdem ist der Spanier nach diesen beiden Turnieren innerhalb von zwei Wochen keine gute Wettempfehlung, denn in Rom ist er bisher noch nie so einfach durch's Turnier marschiert. Im letzten Jahr das Erstrundenaus, 2008 im Halbfinale mit großen Problemen gegen Nikolay Davydenko. Und in den Finals 2007 und 2006 jeweils mit Tie-Break-Siegen im fünften Satz gegen Roger Federer und Guillermo Coria.
Das heißt natürlich nicht, dass der Weltranglistenerste hier nicht wieder als Turniersieger vom Platz marschiert. Das Turnier in Rom liegt allerdings für ihn im Tenniskalender eher ungünstig als drittes Turnier innerhalb von drei Wochen und auch ein Rafael Nadal ist dann nicht mehr der Allerfrischeste (nicht umsonst hat er sich schon häufig für eine Entzerrung der europäischen Sandplatzsaison ausgesprochen).
Und die Konkurrenz schläft nicht bzw. ist ausgeschlafen: Spieler wie Djokovic, Murray oder del Potro konnten sich in dieser Woche ausruhen und Kraft tanken für das zweite Masters-Turnier auf Sand in diesem Jahr. Zudem haben vor allem Djokovic und Murray gezeigt, dass sie den Weltranglistenersten an einem Toptag zumindest über drei Sätze zwingen können. Warum sollte ihnen das nicht auch hier in Rom gelingen, wo Nadal einen kleinen tenniskalendarischen Nachteil hat?
Diese Erkenntnis lässt sich nun über zwei Wege im Sieger-Markt verwirklichen. Entweder man layt den Spanier. Oder man sucht sich einen potentiellen Turniersiegkandidaten, den man favorisiert, falls Nadal straucheln sollte. Besonders stark wirkt Djokovic, deswegen empfehle ich:
Novak Djokovic Sieger in Rom @ 15.00
