Von 0 auf 100 zum Turnierstart
Tennis
/ Klaus Schepers / 26 August 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Das Highlight der ersten Runde: Tommy Haas vs. Richard Gasquet
Bei einem Grand-Slam-Turnier geht es zu Beginn meistens eher ruhig zu. Viele schnelle Erstrundensiege bei Damen und Herren, selten gibt es bereits in der ersten Runde richtige Kracher, die nicht nur knapp sind, sondern auch schönes Tennis bieten. Zwei oder drei Spiele sind aber bei fast jedem Turnier zumindest von den Namen her richtig Kracher.
Ein solches Duell erwarten die Zuschauer in New York morgen auf dem zweitgrößten Platz in New York. Kann Tommy Haas seine traditionell gute Hardcourt-Form auch in diesem Jahr wieder punktgenau abrufen? Bei seinem letzten Turnier in Washington konnte er immerhin ins Halbfinale einziehen. Trotzdem ist er gegen Richard Gasquet bei den Tradern klarer Außenseiter. Für den Deutschen gibt es eine Quote von ungefähr 2,50. Immerhin spielt er ja auch gegen den an Nr. 12 gesetzten. Und das hat er sich wegen seiner schwachen Ergebnisse selbst zuzuschreiben - für einen Platz unter den 32 gesetzten Spieler hat es nicht gereicht.
Head-to-head: Unentschieden (1:1)
Beide Duelle waren „Best of 5"-Matche, beide fanden im Jahr 2006 statt. Bei den Australian Open konnte Haas damals locker und klar in drei Sätzen gewinnen. Dafür revanchierte sich der Franzose im Davis-Cup-Spiel im fünf hart umkämpften Sätzen, das wohl auch den Ausschlag für den knappen 3:2-Erfolg der Franzosen gegeben hat. Beide Spiele fanden auf Hardcourt statt.
Erfahrung gegen Potential - Der Gewinner kann locker ins Viertelfinale marschieren
Wer diesen Kracher in der ersten Runde für sich entscheiden kann, dem steht das Tor zum Viertelfinale weit offen. Bis dahin warten keine starken Hartplatzspieler, die einen der beiden gefährden können sollten. Für Tommy Haas spricht eindeutig seine gute US-Open-Bilanz. In den letzten beiden Jahren stand er im Viertelfinale, in Runde Eins ist zuletzt vor zwölf Jahren ausgeschieden. Und er hat mit einer Ausnahme jedes Jahr teilgenommen. Die US Open zählen zu seinen absoluten Lieblingsturnieren im Tennisjahr. Richard Gasquet ist dagegen erst zum vierten Mal in New York am Start. Zwei Mal konnt er bereits das Achtelfinale erreichen. Wie stark er auf Hardcourt spielen kann, hat er in einem der besten Sätze dieses Jahres gezeigt, den er mit 7:6 gegen Rafael Nadal gewann. Zwar hat er das Spiel danach verloren, aber sein großes Potential ist dort erneut zum Vorschein getreten. Einzig seine Konstanz wirft den Weltranglistenzwölften noch ab und an zurück. Wer kann dieses Duell für sich entscheiden? Erfahrung oder Potential?