Verschnaufpause: Fehlanzeige
Tennis
/ Klaus Schepers / 26 August 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Kaum ist Oympia vorbei, wartet mit den US Open das nächste Highlight im Tenniskalender:
Rafa-Fedex-Djoko. So heißt der unbezwingbare Tennis-Dreiklang. Natürlich ein Dur-Dreiklang, denn ohne eine positive Grundstimmung hätten die drei besten Spieler des Tennis-Zirkus nicht die letzten elf Grand Slams in Folge für sich verbuchen können.
Der Spanier Nadal gewann die letzten vier Auflagen der French Open und das diesjährige Wimbledon-Finale. Djokovic konnte erstmals bei den Australian Open in diesem Jahr jubeln. Und Roger Federer gewann den Rest. Der letzte Sieger, der nicht aus diesem erlesenen Kreis kommt, ist Marat Safin. 2005 gewann er bei den Australian Open, nachdem er im Halbfinale Federer besiegen konnte.
Wie groß die Favoritenrolle dieser Spieler ist, zeigt auch ein Markt bei Betfair: „Big 3 vs. The Field" genannt. Gewinnt ein anderer Spieler außerhalb des Tennis-Dreiklangs, so kann man den Einsatz versechsfachen. Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Andy Murray, der zuletzt sein erstes Masters Event gewinnen konnte. Und auf Juan Martin del Potro, seit 19 Spielen ungeschlagen. Die beiden überzeugten zuletzt nicht nur durch gutes Tennis - sie hatten auch Glück bei der Auslosung. Erst im Halbfinale könnten sie auf einen Spieler des unbezwingbaren Dreiklangs treffen. Wachsen sie womöglich über sich hinaus? Für Murray gibt es immerhin eine Quote von 16 für den Turniersieg, bei del Potro werden aus 10 Euro bei einem US-Open-Sieg sogar fast 500 Euro.
Die US Open: Handtücher en masse, Tennis in der Nacht und Tie-Breaks im Fünften
Es gibt Dinge, die werden sich bei den US Open wohl nie ändern. Wenn der Himmel seine Pforten öffnet und es erst Stunden später wieder aufhört zu regnen, dann kommen hier die riesigen Trockenmaschinen zum Einsatz. Nebenbei versuchen unzählige Helfer mit Handtüchern, den Hartplatz möglichst schnell wieder bespielbar zu machen. Möglichst schnell heißt aber in New York: mindestens eine Stunde. Denn es gibt keine Planen, die den Platz abdecken. Der Regen würde den Platz dann trotzdem vollkommen durchnässen, sagen viele. Die Diskussion brandet aber jedes Jahr neu auf. Es sei denn, der Regen bleibt aus.
Hat das Wetter ein Nachsehen, haben die Zuschauer die Möglichkeit, Tennis bis zum Einschlafen zu schauen. Die Spiele der Night Session gehen des öfteren bis zur Mitternachtsstunde. Die Unendlichkeit der drei anderen Turniere allerdings, die fehlt in New York - denn auch im letzten und entscheidenden Satz gibt es hier einen Tie-Break. Und der hat nach wenigen Minuten doch einen Sieger. Es sei denn es beginnt zu regnen.