Deutsches Davis Cup-Team gegen Spanien nicht chancenlos
Tennis
/ Klaus Schepers / 09 Juli 2009 / Kommentar schreiben
Das deutsche Davis-Cup-Team muss ab heute (13 Uhr/live im DSF) im Viertelfinale gegen Spanien ran. Eine schwierigere Aufgabe könnte dem Team von Patrick Kühnen kaum bevorstehen. Auch wenn bei den Spaniern mit Rafael Nadal und David Ferrer die beiden besten Spieler fehlen, das deutsche Team hat eigentlich nur eine Chance: Zwei Siege von Philipp Kohlschreiber in den Einzeln, und ein Triumph im Doppel.
"Philipp Kohlschreiber ist ein sehr gefährlicher Spieler". Das sagte Albert Costa im Vorfeld der Partie zwischen Deutschland und Spanien in Marbella. Und dieser Satz fasst das Spiel eigentlich schon perfekt zusammen. Philipp Kohlschreiber hat die spielerischen Mittel, um gegen die gestandenen Sandplatzspieler Fernando Verdasco und Tommy Robredo zu bestehen. Für Andreas Beck dürfte das (noch) nicht zu schaffen sein, nicht nur wegen seiner fehlenden Erfahrung im Davis Cup.
Philipp Kohlschreiber jedenfalls wird mit ziemlicher Sicherheit mit einem 0:1-Rückstand in sein Spiel gegen Tommy Robredo gehen. Und das gegen einen Spieler, gegen den er bisher vier Mal unterlegen war - zuletzt bei den French Open in Paris in diesem Jahr. Robredo ist vor allem auf Sand ein unangenehmer Gegner, der zwar keinen absoluten Hammerschlag hat, aber die Bälle konstant und mit guter Länge zurückspielt. Zudem wird Tommy Robredo von ungefähr 13.000 Spaniern nach vorne gepeitscht werden - doch das muss nicht unbedingt nur ein Vorteil sein.
Denn von den Spaniern erwartet man hier einen souveränen, problemlosen Sieg. Und von Philipp Kohlschreiber? Eigentlich nichts. Gewinnt er, gibt es eine kleine Chance, gewinnt er nicht, könnten die Deutschen eigentlich schon nach dem ersten Tag die Heimreise antreten. Doch der Deutsche ist keineswegs chancenlos in seinem Spiel gegen Robredo. Von den Spielanlagen her sind die beiden Spieler ungefähr gleichstark einzuschätzen auf dem Sandbelag. 13.000 schreiende Spanier und eine gute Head-to-head-Bilanz sind zwar ein großer Vorteil, aber diese Quoten sprechen eher für 130.000 Spanier.
Fazit:
Der Deutsche hat hier gute Chancen, den Spaniern zumindest einen Punkt abzunehmen. Zu verlieren hat er wenig, die Kulisse wird ihn eher anspornen. Dass Sand sein bester Belag ist, das hat er in Paris gegen Novak Djokovic gezeigt. Auch wenn er im anschließenden Achtelfinale an Robredo gescheitert ist, er hat hier gute Chancen. Damals war er sogar Favorit gegen Robredo. Heute ist er zu klarer Außenseiter hier:
Empfehlung: Philipp Kohlschreiber ab 3,00