Tennis-Masters: Überraschungsgefahr in Cincinnati!
Tennis
/ Klaus Schepers / 17 August 2009 / Kommentar schreiben

Nachdem mein Murray-Turniertipp in Montreal aufgegangen ist, wird es nun beim sensationell besetzten Masters in Cincinnati kniffliger, den Turniersieger vorherzusagen.
Zwar sind alle Top-Spieler in Cincinnati am Start, doch eine so schnelle Abfolge von Masters-Turnieren kann für Überraschungen sorgen. Roger Federer kann ein Lied davon singen, wie problematisch Cincinnati im Turnierkalender für Spitzenspieler liegt. Im vergangenen Jahr verabschiedete er sich bereits in der dritten Runde nach einer Niederlage gegen Ivo Karlovic, nachdem er bereits in seiner Auftaktpartie Probleme mit Robby Ginepri hatte. Insgesamt schafften es im vergangenen Jahr vier ungesetzte Spieler ins Viertelfinale (Philipp Kohlschreiber, Ernests Gulbis, Nicolas Lapentti und Carlos Moya). Im Jahr zuvor scheiterte Rafael Nadal bereits früh gegen Juan Monaco, allerdings musste er damals Mitte des zweiten Satzes aufgeben (als er deutlich zurücklag). Und im Jahr 2006 traf es wieder Roger Federer, damals bereits in der zweiten Runde, gegen einen gewissen Andy Murray.
Dem dürfte der Belag in Cincinnati eigentlich liegen, denn die Bälle rutschen auf diesem Belag mehr ab, als dass sie aufspringen. Das führt zu einem Nachteil für risikoreiche Spieler. Die potentiellen unforced-error-Maschinen der TOP 100 sollte man diese Woche in Cincinnati also meiden. Außerdem dürften spieler mit "großem Swing" ein Problem bekommen, wie Andy Murray bereits letztes Jahr nach einem Spiel gesagt hat. Er selbst gehört nicht dazu, aber Rafael Nadal und Juan Martin del Potro sicherlich. Ihnen wir durch die abrutschenden Bälle und der damit verbundenen Schnelligkeit auf jeden Fall entscheidende Zeit genommen.
Die Auslosung hat Rafael Nadal allerdings gute Finalchancen eingebracht. Er wird diesen Platz aller Voraussicht nach buchen können (oder eventuell Jo-Wilfried Tsonga, aber der ist eben auch eine dieser potentiellen unforced-error-Maschinen). In der oberen Hälfte spielt dagegen alles, was in der letzten Wochen stark war: Andy Murray, Andy Roddick, Juan Martin del Potro. Und Roger Federer. Dessen Vorhand neigt zwar auch zu Fehlern und ist somit in Cincinnati gefährdet. Aber Roger Federer zählt natürlich immer zu den Turniermitfavoriten.
Fazit:
Andy Murray ist sicherlich auch hier wieder ein heißer Kandidat auf den Titel. Sein "Counterpuncher-Spiel", trocken und mit guten Reaktionen auf des Gegners Schläge, dürfte hier in Cincinnati noch besser zum Tragen kommen. Allerdings sollte man erst einmal abwarten, ob der Schotte auch schon für zwei Masters-Siege in Folge gut ist. Ansonsten dürfte auch Andy Roddick gute Chancen haben, denn auch er hat bei den Schlägen keine große Ausholbewegung. Und nicht umsonst konnte er seinen letzten Masters-Erfolg hier in Cincinnati feiern. Da die hohe Quote ein deutlich geringeres Risiko für einen guten Gewinn bedeutet, werde ich hier auf Andy Roddick als Turniersieger setzen und mit Andy Murray absichern.
Empfehlung:
Andy Roddick @ 18.0
absichern mit: Andy Murray @ 3.55