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Weltmeisterschaft

Kohli hat die Überraschung drin

Tennis RSS / Klaus Schepers / 26 September 2009 / Kommentar schreiben

Das Finale des ATP-Turniers von Metz zwischen Philipp Kohlschreber und Gael Monfils ist keine Überraschung, immerhin stehen sich die beiden Topgesetzten gegenüber. Doch im Finale könnte es eine Überraschung geben. Denn der Deutsche ist hier für den Turniersieg gut. Bei Quoten knapp über drei ist er auf jeden Fall eine gute Wette.

Ein deutsch-französisches Duell gibt es also im Finale des eher mittelprächtig besetzten Turniers von Metz. Eine Überraschung ist das nicht, denn immerhin sind von 28 gestarteten Spielern insgesamt 19 in Deutschland oder Frankreich zu Hause. Dass sich am Ende die beiden Topgesetzten durchgesetzt haben, verspricht wenigstens im Finale ansehnliches Tennis - und eine gute Wette.

Denn Gael Monfils hat ein Problem mit Finals, zumindest auf der ATP Tour. Obwohl er die Nummer 13 der Welt ist und sogar zeitweise schon in den TOP 10 stand, hat er erst ein einziges Turnier auf der großen Tour für sich entscheiden können. Und das war das wohl unbedeutendste Turnier, dass es auf der ATP Tour gibt - in Sopot vor vier Jahren. Seitdem unterlag der Franzose in sechs aufeinanderfolgenden Finals.

Zwar sind in Finals die Gegner natürlich immer gut und er verlor unter anderem gegen Roddick, Federer oder Ljubicic. Vor knapp zwölf Monaten in Wien unterlag er aber ebenfalls gegen einen Deutschen, ebenfalls auf den schnellen Indoor-Hartplätzen - gegen Philipp Petzschner. Nun sollte man das natürlich nicht überbewerten, aber ein wichtiger Faktor ist dies schon für diese Partie.

In dieser Woche haben beide solides Tennis gezeigt. Kohlschreiber hatte zwar Startprobleme gegen seinen Landsmann Björn Phau (allerdings wohl auch wegen der Umstellung auf das Spiel in der Halle), bezwang dann aber Evgeny Korolev und den starken Franzosen Paul-Henri Mathieu in zwei Sätzen. Gael Monfils ist gar noch ohne Satzverlust - allerdings hatte er noch keinen allzu starken Gegner.

Im Halbfinale bezwang er Richard Gasquet, der nach seiner Kokain-Suspendierung langsam wieder zu halbwegs guter Form zurückfindet - allerdings längst noch nicht wieder so stark ist wie früher. Vergleicht man die Leistungen von Monfils und Kohlschreiber, so hatte der Deutsche sogar leichte Vorteile. Natürlich ist ein derartiger Vergleich schwierig, trotzdem sollte Kohlschreiber hier durchaus gute Chancen auf den Titel haben.

Fazit:

Der langsame Indoor-Hardcourt-Belag von Metz dürfte Monfils entgegenkommen, denn so kann er vieles erlaufen und den Deutschen das eine oder andere Mal passieren. Sein Final-Komplex und die ähnlichen Leistungen in dieser Woche zeigen aber, dass der Deutsche hier deutlich bessere Chancen hat, als das die Quoten implizieren.

So wie vor fast genau einem Jahr in Wien: Damals unterlag Kohlschreiber im Tie-Break des dritten Satzes. Die Quote für den Franzosen damals? Eine 1,74! So hoch würde ich ihn zwar dieses Mal nicht quotieren, aber durchaus im Bereich von 1,60. Daher ist der Deutsche hier einen Versuch wert. Es wird ein knappes Match, vielleicht wieder entschieden im Tie-Break des dritten Satzes.

Empfehlung:

Philipp Kohlschreiber to win @ 3,10

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