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Tennis Wetten: Del Potro - Davydenko im (letzten) Spiel des Jahres

Tennis RSS / Klaus Schepers / 29 November 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Okay, nächstes Wochenende steht zwar noch das Finale des Davis Cups an. Aber trotzdem: Das Finale der World Tour Finals zwischen Juan Martin del Potro und Nikolay Davydenko ist ein würdiges Ende einer aufregenden Saison und das letzte reguläre Spiel auf der ATP-Tour.

Die Spitzengruppe auf der ATP-Tour wächst. Lange Zeit konnte man von den "Großen Drei" berichten: Roger Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal. Dann durchbrach mit Andy Murray ein junger Schotte diese Phalanx. Und nun wird man bald mindestens von den "Großen Fünf" schreiben müssen, wenn man die Hauptfavoriten auf Turniersiege benennen will. Juan Martin del Potro hat sich spätestens mit dem Finaleinzug bei den ATP World Tour Finals in die absolute Weltspitze gespielt.

Natürlich hat er das eigentlich schon mit dem sensationellen Sieg bei den US Open in New York mit dem Finalerfolg gegen Roger Federer. Doch nach einigen Problemen in Asien, die vor allem auf Verletzungen zurückzuführen waren, fragten sich einige Experten schon, ob der Argentinier mit der steigenden Aufmerksamkeit, dem Medienrummel un den großen Erwartungen umgehen kann. Ja, er kann.

Für seine 21 Jahre ist der Argentinier mental bereits unglaublich weit. Auf dem Platz verzieht er fast keine Mine, wenn überhaupt pusht er sich ab und an, aber auch das ist eher selten zu sehen. In diesem Alter war erst ein einziger Spieler mental bereits derartig stabil: Rafael Nadal. Doch der zeigt im Moment, dass private Probleme wie die Scheidung seiner Eltern, aber auch zunehmende Verletzungsprobleme auch an ihm nicht spurlos vorübergehen.

Juan Martin del Potro hat aber natürlich nicht nur mentale Fähigkeiten. Er besitzt einen der besten Aufschläge auf der Tour und hat zusammen mit Fernando Gonzalez wohl die mächtigste Vorhandpeitsche auf der Tour. Und genau wird er auch gegen Nikolay Davydenko wieder einsetzen. Der Russe wird rennen ohne Ende. Rennen, rennen, rennen.

Ob es am Ende reicht für Davydenko, wird vor allem davon abhängen, wie der Russe serviert - im Halbfinale gegen Roger Federer war das mit knapp über 50 Prozent deutlich zu wenig. Damit wird er gegen del Potro alleine schon wegen der fehlenden freien Punkte Probleme bekommen, die der Argentinier sich zweifelsfrei wieder "er-assen" wird.

Natürlich war der Sieg gegen Roger Federer einer der größten Karriereerfolgedes Russen. Nach zwölf Niederlagen konnte er den Schweizer erstmalig besiegen. Doch sollte man das nicht überbewerten. Federer hat zwar teilweise gut gespielt, beispielsweise im zweiten und dritten Satz gegen Verdasco und auch gegen Murray. Aber im Halbfinale war er doch mindestens eineinhalb Sätze lang maximal bei 80 Prozent.

Fazit:

Für mich ist Juan Martin del Potro hier zurecht Favorit in diesem Finale. Die Quoten für den Argentinier sind aktuell sogar noch etwas zu hoch. Mit den beiden entscheidenden Vorteilen - Aufschlag und mentale Stärke - sollte del Potro hier nach dem Sieg bei den US Open das nächste Ausrufezeichen setzen können. Auch wenn er das Abendspiel absolvieren musste und etwas müder sein dürfte.

Empfehlung:

Juan Martin del Potro @ 1,74

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