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Outright-Betting: Ein Musterbeispiel aus der Schweiz

Tennis RSS / Klaus Schepers / 18 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Auch wenn das Masters von Monte Carlo in den frühen Runden doch einige Überraschungen zu bieten hatte - letzendlich stehen doch wieder die üblichen Verdächtigen im Halbfinale. Mit Nadal, Murray und Djokovic sind drei der "Großen Vier" dabei. Lediglich Stanislas Wawrinka gelang eine Überraschung. Im Betfair Blog (Artikel vom 12.04.2009) war eine Empfehlung für den Schweizer zu lesen. Er zeigt aber auch, dass es nicht sinnvoll ist, auf klare Außenseiter vor Turnierbeginn im Outright-Markt zu wetten. Zumindestnicht, solange die ATP Tour so deutlich von den "Großen Vier" dominiert wird.

Stanislas Wawrinka ging als klarer Außenseiter in das Masters Event von Monte Carlo. Nicht umsonst konnte man den Schweizer im Outright-Markt zu Quoten von 240-300 spielen. Doch wer diesem Tipp gefolgt wäre, der hätte sich um große Gewinne gebracht, denn die Einzelquoten des Schweizers lagen ungefähr in folgendem Bereich (Kommission bereits abgezogen):

1.Runde: Victor Troicki 1,35
2.Runde: Martin Vassallo Arguello 1,32
Achtelfinale: Roger Federer 7,00
Viertelfinale: Andreas Beck 1,27

Hätte man also einen Starteinsatz gewählt, und den jeweiligen Gewinn mitgenommen, so wäre eine Gesamtquote von 15,84 entstanden bis zum Halbfinaleinzug. Dazu sollte man noch beachten, dass es für den Schweizer sogar eine relativ gute Auslosung war. Denn in der zweiten Runde hätte mit Igor Andreev ein deutlich stärkerer Spieler warten können, bei dem der Schweizer deutlich höher quotiert worden wäre. Und auch mit seiner Viertelfinalansetzung hatte Wawrinka relatives Glück. Einzig das Spiel gegen Roger Federer hat er als klarer Außenseiter absoliveren müssen, aber auch das war nach der Auslosung relativ klar vorauszusehen.

Multipliziert man diese Gesamtquote nun mit der aktuellen Outright-Quote des Schweizers von 32, so erhält man eine Gesamquote von fast 507. Eine derartige Quote hätte man während des gesamten Turniers nicht bekommen für den Schweizer, auch nicht als er in der zweiten Runde gegen Vassallo Arguello zu straucheln drohte. Allein das zeigt schon, dass der Weg über die einzelnen Partien hier der bessere gewesen wäre, zumal da Wawrinka ja in zwei Runden sogar Glück hatte mit den Gegnern und die Quote durchaus hätte noch deutlich höher ausfallen können.

Gegen diese These spricht eigentlich nur folgendes: Scheitert Rafael Nadal früh, so kann es theretisch passieren, dass man am Turnierende eine geringere Quote bekommt, sollte der Schweizer das Turnier gewinnen. Doch selbst dann dürfte man annähernd an die Quote kommen, die man vor Turnierbeginn für den Schweizer bekommen hätte, denn im Moment stehen an der Weltspitze mit Nadal, Djokovic und Murray drei Spieler, die vom Rest des Feldes nur schwer zu besiegen sind.

Eine realistische Fortführung sähe bei Wawrinka also ungefähr so aus:

vs. Djokovic: 3,60
vs. Nadal: 11,00 (vs. Murray: 3,50)

Die Gesamtquote würde daher sogar bei gut 600 liegen. Und selbst wenn Murray im Halbfinale eine Überraschung gelingen sollte, er wäre klarer Außenseiter gegen einen Nadal-Bezwinger mit Namen Murray. Man würde eventuell auf das ganze Turnier gesehen eine etwas schwächere Quote bekommen (was aber eben auch am bereits dargestellten Losglück von Wawrinka gegen Vassallo Arguello und Beck liegt).

Tipp: Wenn ein Feld stark besetzt ist, und man nicht daran glaubt, dass die Favoriten früh ausscheiden, sollte man auf seinen Turnierfavoriten lieber in jedem einzelnen Spiel setzen, als ihn vor Turnierbeginn im Outright-Markt zu spielen. Auch wenn die Trading-Möglichkeiten verlocken, das lässt sich auch über die einzelnen Matches steuern, wenn nicht sogar besser: Man behält einfach einen bestimmten Wetteinsatz für sich zurück. Bei Wawrinka und der bereits gesammelten Quote von über 15 auf jeden Fall kein Problem!

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