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Mit der Zeitmaschine auf die andere Seite des Platzes

Tennis RSS / Klaus Schepers / 16 Oktober 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

Andy Murray trifft im Achtelfinale von Madrid auf den aufstrebenden Marin Cilic

Wenn Andy Murray am frühen Donnerstagnachmittag seine ersten Aufschläge macht, können die Zuschauer mit einer Kopfbewegung auf eine Zeitreise gehen. Der Schotte trifft im Achtelfinale auf einen Spieler, der ihm sehr ähnlich ist - und etwas mehr als ein Jahr jünger. Es ist genau dieses Jahr, dass Marin Cilic noch von Andy Murray trennt. Vielleicht ein bisschen mehr, doch das wird die Zukunft zeigen. Wenn Zeitungen jedenfalls über die kommende Tennisgeneration berichten, dann fällt dort inzwischen immer auch der Name Marin Cilic. Immerhin hat der Kroate sich bereits auf Platz 24 der Weltrangliste gespielt - Tendenz weiter deutlich steigend. Schon mit dem Achtelfinale in Madrid wird er an den Top 20 kratzen. Wenn er Murray besiegen kann, dürfte er das schon geschafft haben. Der wiederum wurde im Jahr 2006 und 2007 ebenfalls als einer der kommenden Tennisgrößen prognostiziert. Mit dem Finale bei den US Open konnte er das zum ersten Mal richtig unter Beweis stellen. Inzwischen ist Murray bereits die Nummer Vier der Welt. Doch Murray und Cilic ähneln sich nicht nur auf dem Weg nach oben.

Das Duell der langen Schlakse

Beide zählen zu den großen Spielern auf der Tour. Murray misst 1,90 Meter, Cilic sogar 1,98 Meter. Auch die Art, wie sie sich über den Platz bewegen, ist fast identisch. Schleichend, schlendernd, manchmal etwas behäbig wirkend. Doch dass das täuscht, konnte man bei beiden schon sehr oft beobachten. Der Schotte bemüht sich inzwischen, mehr Emotionen zu zeigen und nicht allzu lustlos zu wirken. Cilic hat erst in der Runde zuvor gezeigt, dass man mit unscheinbarem, soliden Schleichtennis gestandene Tennisspieler wie Fernando Verdasco vom Platz befördern kann - und das im Eiltempo mit 6:2 und 6:3. Dass er dabei sogar noch behäbig wirken konnte, sollte Andy Murray umso mehr zu denken geben. Reicht das aber schon, um einen gestandenen TOP 5-Spieler zu besiegen? Vieles spricht (noch) für den Schotten. Immerhin hat er hier in den letzten beiden Monaten eine beeindruckende 17:3-Bilanz gespielt und, wenn man den Ausrutscher von Olympia vergisst, nur gegen Nadal und Federer verloren. Ganz so weit ist Cilic natürlich noch nicht. Bei den US Open konnte er in der dritten Runde dem Weltranglistendritten Novak Djokovic aber einiges entgegensetzen. Hier geht er aber als klarer Außenseiter ins Rennen. Wer auf Cilic setzt, kann seinen Einsatz immerhin vervierfachen. Wer erst einmal schauen will, wie sich das Spiel entwickelt, der kann diese Zeitreise im Betfair LIVE Video mitverfolgen.

http://livevideo.betfair.com

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