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In der alten Heimat spielt es sich am Besten

Tennis RSS / Klaus Schepers / 23 Oktober 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

Mischa Zverev nutzt die Indoor-Turniere in Russland, um sich weiter nach vorne zu spielen
Lange hat's gedauert. Mischa Zverev konnte vorletzte Woche beim Turnier in Moskau erstmals ein Halbfinale auf ATP-Niveau erreichen. Ausleben konnte er dieses Halbfinal-Gefühl allerdings nicht. Die Partie gegen Marat Safin musste er wegen einer Erkrankung absagen. Es wird sicherlich nicht sein letztes Halbfinale gewesen sein, trotzdem: das Match gegen Safin wäre eines der größten Spiele seiner Karriere gewesen. Mit 21 Jahren zählt er zwar immer noch zu den jüngeren Spielern, die in sich in naher Zukunft in die TOP 50 spielen können. Doch als ehemaliger Weltranglistendritter bei den Junioren konnte man vom Deutschen durchaus mehr erwarten in den letzten Jahren.

Russland reloaded mit einer großen Chance

Jetzt versucht er in St. Petersburg erneut sein Glück. Durch die Qualifikation konnte er sich ohne Satzverlust spielen. Und auch in der ersten Runde ließ er dem Franzosen Florent Serra keine Chance. Wenn es so weitergeht, muss er bald keine Qualfikationen mehr absolvieren und kann sich die Kräfte für das Main Draw aufsparen. Heute tritt Zverev gegen einen Spieler an, der zwar in der Weltrangliste immerhin noch an Position 24 geführt wird und hier an Nummer Vier gesetzt wurde - Mikhail Youzhny. Trotzdem dürfte der Deutsche nicht chancenlos sein. Denn der Russe hat zuletzt herbe Erstrundenniederlagen gegen Gabashvili und Nieminen einstecken müssen. In der ersten Runde dieses Turniers konnte er aber immerhin Ivan Navarro Pastor schlagen, deutlich mit 6:1 und 6:2. Zverev wird es dem Russen aber deutlich schwerer machen, das ist gewiss. Die Quote für ihn scheint mit 3,00 deutlich zu hoch angesetzt. Der Serve- and Volley-Spieler wird nur sehr schwer zu breaken sein. Zusätzliche Motivation dürfte er auch dadurch erhalten, dass er in seiner alten Heimat spielt. Sein Vater hat damals noch für das russische Davis-Cup-Team gespielt. Im Alter von vier Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Die besten Ergebnisse erzielte er bisher aber im fernen Osten. Neben dem Halbfinal-Debut in Moskau hat er auch schon ein Challenger-Turnier in Dnjepropetrovsk (Ukraine) gewinnen können. Seine Motivation wird in St. Petersburg besonders groß sein. Vor allem, wenn er sich die Auslosung angeschaut hat. Im Viertelfinale wartet aller Voraussicht nach ein alter Bekannter - Marat Safin.

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