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Federer vor dem Triumph für die Ewigkeit

130 Wimbledon RSS / Klaus Schepers / 04 Juli 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Ein Sieg fehlt Roger Federer noch. Dann ist er nicht nur alleiniger Rekordhalter, was die Zahl der Grand-Slam-Siege angeht, sondern steht auch wieder an der Spitze der Weltrangliste. Im Finale (15.00 Uhr/live im DSF) muss er dazu nur noch Andy Roddick besiegen. So wie ihm das schon in den Jahren 2004 und 2005 auf souveräne Weise gelungen ist. Im Duell "Fedex vs A-Rod" kann es nur einen Sieger geben.

Wirklich dran geglaubt hat Andy Roddick nicht mal selbst. Dass er nach fast drei Jahren Pause erstmals wieder in ein Grand-Slam-Finale eingezogen ist, verdankt er vor allem seiner professionellen Einstellung, die noch über das hinausgeht, was man von einem Tennisprofi erwarten kann. Mit seinem neuen Coach Larry Stefanki hat er einen Trainingsplan ausgearbeitet, der ihn vor allem in den Ballwechseln agiler machen sollte. Der Amerikaner nahm gut sieben Kilo ab, um an der Grundlinie zumindest den Anschluss wahren zu können.

Und genau das hat ihn in Wimbledon jetzt ins Finale gebracht. Gegen Murray hat er sich nicht nur auf seine sehr hohe Quote beim ersten Aufschlag verlassen können, auch sein Spiel an der Grundlinie, seine Beweglichkeit, die guten "approach shots", waren wichtige Bausteine seines Sieges gegen einen zu passiv spielenden Murray. Welchen Schritt Roddick gemacht hat, kann man auch daran sehen, dass er dem Schotten im Jahr 2006 noch glatt in drei Sätzen unterlag (und Murray damals längst noch nicht auf dem Niveau von 2009 war).

Trotzdem wird für den Amerikaner im Finale nichts zu holen sein. Zu stark hat sich Roger Federer präsentiert, zu deutlich ist die Bilanz des Schweizers gegen Roddick. Von 20 Spielen konnte Roddick gerade einmal zwei für sich entscheiden, beide auf Hardcourt. Zudem ist Roger Federer in Finals besonders stark einzuschätzen. Das sieht man auch an der 7-0 Bilanz gegen den Amerikaner in Endspielen.

Bei Roddick wird man höchstwahrscheinlich das Haas-Phänomen beobachten können. Er ist mit dem Finaleinzug schon so zufrieden, dass das Spiel sehr schnell zu Ende gehen kann. Auch wenn Roddick nichts zu verlieren hat, seine Chancen sind in dieser Partie minimal. Von zehn Sätzen auf Rasen konnte er gegen Federer nur einen einzigen für sich entscheiden. Wenn er in den nächsten drei oder vier Sätzen wieder einen gewinnt, ist er gut bedient.

Fazit:

Federer spielt unglaublich gutes Tennis, hat in diesem Turnier erst einen einzigen Satz abgegeben und wird sich hier seinen 15. Grand-Slam-Titel sichern und spätestens damit zum "Greatest player of all Time". Die entscheidende Frage: In wie vielen Sätzen? Die Antwort wird sich in der Zahl der Tie-Breaks entscheiden. Denn da hat Roddick in diesem Jahr so stark gespielt wie kein zweiter: 27-3. Die wahrscheinlich beste Tie-Break-Bilanz aller Zeiten. Wenn er sich mindestens zwei Mal in den Tie-Break rettten kann, gewinnt er mindestens einen Satz. Aber das wird schwer genug.

Empfehlung:

Back Federer 3-0 @ 1,98 (absichern mit 3-1 @ 3,70)

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