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Tennis RSS / Timm Goeller / 05 November 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

In dieser Woche findet das letzte Turnier der „fall series" auf der PGA Tour statt. Vom 6.-9. November treffen sich die Profis noch einmal in Lake Buena Vista in der Nähe von Orlando, Florida.
$4,2 Millionen Preisgeld werden ausgespielt, von denen der Sieger $828.000 mit nach Hause nimmt.
Allerdings ist der Sieger in dieser Woche eher zweitrangig. Vielmehr geht es darum, sich die letzten Plätze unter den Top125 in der Geldrangliste zu sichern, um die Spielberechtigung für die nächste Saison zu bekommen. Zwischen dem auf Platz 120 liegenden Brad Adamonis und der Nummer 130, Mark Calcavecchia, liegen nur knapp $80.000. Jeder der zehn Spieler, die dazwischen liegen, kann sich noch in die Top125 spielen oder auch herausrutschen.
Als Vorjahressieger geht der Kanadier Stephen Ames an den Start. Ames liegt derzeit auf Rang 27 der Geldrangliste und wird somit nichts mit dem Kampf um die Tourkarte zu tun haben.

Das Favoritenfeld ist in dieser Woche ziemlich breit.
Auch von den Quoten her liegt das Feld dicht beisammen. Auf den Favoriten, Justin Leonard, bekommt man eine sehr hohe 16.5 bei Betfair. Die nächsten zehn Spieler bewegen sich alle zwischen 25 und 40.
Meines Erachtens ist es schwer, hier eine Prognose zu treffen auf den Sieg. Klar ist jeder Sieg wichtig, jedoch wird das letzte Turnier der Saison gespielt, manche Spieler, die sowieso oben mitspielen, sind nicht mehr unbedingt auf einen Sieg oder eine Topplatzierung angewiesen und ausgepowert von der langen Saison.
Meine persönlichen Favoriten sind Robert Allenby und Ken Duke.
Allenby spielte bislang eine sehr gute Saison. Insgesamt konnte er $3,5 Millionen gewinnen und liegt in der Geldrangliste somit auf dem elften Rang. In der letzten Woche konnte der Australier beim Ginn sur Mer Classic geteilter Siebter werden. Es war sogar deutlich mehr für ihn drin, hätte er das Wochenende nicht mit even Par in zwei Runden beendet. Das vorletzte Turnier beendete Allenby auf Rang zwei. Beim Turning Stone Resort Championship musste er sich nur Dustin Johnson mit einem Schlag Rückstand geschlagen geben. Derzeit bekommt man bei Betfair eine Quote 25 auf Robert Allenby, was ich auch für spielbar halte.
Ebenfalls teils sehr gute Ergebnisse konnte Ken Duke in der Saison 2008 vorweisen.
Nach einem etwas holprigen Start mit vielen verpassten Cuts kam Duke Mitte Juli erst richtig in Fahrt und erreichte einen zweiten Platz beim U.S. Bank Championship in Milwaukee. Es folgten seitdem zehn Turniere hintereinander unter den Top35. Krönung war noch einmal der zweite Platz in der letzten Woche. Nur Ryan Palmer war am Ende einen Schlag vor dem 39jährigen Duke.
Für eine Quote von 36 lässt sich Duke momentan backen, was ich aufgrund seiner guten Leistung der letzten Wochen für zu hoch angesetzt finde. Als 31. der Geldrangliste könnte er sich mit einer guten Platzierung noch locker unter die Top20 spielen, was wahrscheinlich seine Motivation in dieser Woche sein wird.
In fast jedem Turnier, in dem er an den Start geht, muss man Stewart Cink zumindest mal zum erweiterten Favoritenkreis zählen. So auch in dieser Woche. Cink ist zwar überhaupt nicht im Spielfluss - sein letztes Turnier war die TOUR Championship im September - jedoch hat er in den vergangenen Turnieren, bei denen er aufgeteet hat, immer gut abgeschnitten. Erwähnenswert ist hier auf jeden Fall seine super Leistung beim Ryder Cup, an dessen Gewinn er maßgeblich beteiligt war. Cink beendete den FedEx Cup auf Rang elf und liegt mit knappen $4 Millionen Preisgeld auf Rang neun der Geldrangliste.
Nur wenige Dollar weniger als Cink verdiente Justin Leonard, von den Quoten her Favorit in Orlando.
Leonard spielte eine tolle Saison mit einem Sieg, einem zweiten Platz und zahlreichen weiteren guten Platzierungen. Zuletzt natürlich auch bei ihm als Amerikaner der Sieg des Ryder Cups, danach ein zehnter Rang bei der TOUR Championship und ein elfter bei der Valero Texas Open. Auch hier ist auf jeden Fall mit Leonard zu rechnen und es wäre keine Überraschung, wenn er seiner Favoritenrolle gerecht werden würde.

Weiterhin ein interessanter Spieler ist Vorjahressieger Stephen Ames, der für mich zu Unrecht die zweitkleinste Quote (25) aller Teilnehmer hat. Er konnte zwar in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielen, jedoch verpasste er in der letzten Woche bei einem sehr schwach besetzten Turnier den Cut.
Einen Spieler, den ich noch erwähnen möchte, ist Davis Love III.
Lange Zeit im Jahr 2008 sah es alles andere als rosig für den Amerikaner aus. Bis zum September war seine beste Leistung ein 19. Rang, ehe er im Oktober bemerkte, dass er mit solch schlechter Ausbeute keine Chance auf die Spielberechtigung für die kommende Saison hat. Prompt folgten ein dritter, ein fünfter und ein sechster Rang und somit insgesamt eine halbe Million Dollar. Zwar verpasste er zwischendurch auch zwei Cuts. Allerdings wird Love sich auch in dieser Woche noch einmal voll ins Zeug legen, da er mit seinem derzeitigen 115. Rang in der Geldrangliste noch lange nicht sicher durch ist. Ich denke, dass er in den letzten Wochen gemerkt hat, dass er den Ball wenn es drauf ankommt doch noch ganz gut trifft. Und da er das ein oder andere Mal durchaus um den Sieg mitgespielt hat und hochmotiviert nach Florida reisen wird, zählt auch er zu meinen Tipps für diese Woche.
Aus deutscher Sicht ist erfreuliches zu vermerken: nach langer Verletzungspause kann der einzige deutsche Spieler der PGA Tour, Alex Cejka, nun sein zweites Turnier bestreiten. In der letzten Woche verpasste er den Cut, was ich ihm für diese Woche nicht empfehlen kann. Denn ähnlich wie Love III kann auch Cejka sich mit seinem 113. Platz noch nicht entspannt zurücklehnen.

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