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Weltmeisterschaft

Eine einmalige Chance für Bum-Bum-Becker

Tennis RSS / Klaus Schepers / 20 Juni 2009 / Kommentar schreiben

Raemon Sluiter und Benjamin "Bum-Bum" Becker haben in ihrer Karriere noch kein ATP-Turnier gewinnen können. Heute stehen sich die beiden ab 14 Uhr deutscher Zeit (zu sehen im Betfair LIVE VIDEO) im Finale von 's-Hertogenbosch gegenüber. Wer wird zum ersten Mal triumphieren?

Seine Siegesserie war schon vor diesem Turnier unglaublich. 21 Siege bei nur zwei Niederlagen, für einen Spieler um Platz 100 in der Weltrangliste eine starke Bilanz. Drei Challengerturniere konnte Benjamin Becker gewinnen, ein weiteres Mal erreichte er das Finale. Beim folgenden Turnier im westfälischen Halle war auch erst im Viertelfinale Endstation gegen einen stark aufspielenden Olivier Rochus.

Dass er sich nach dieser knappen Niederlage aber direkt aufmachte, um schon einen Tag später die Qualifikation in 's-Hertogenbosch zu spielen, war da doch schon ein wenig überraschend. Wenn die Form stimmt sollte man eben alles mitnehmen, was geht. Zumal da Bum-Bum-Becker sich inzwischen schon wieder auf Platz 82 hochgespielt hat. Zwei, drei gute Ergebnisse, Platz 60, und schon muss man bei den kleinen ATP-Turnieren nicht mehr durch die Qualifikation gehen.

So wie Becker in 's-Hertogenbosch. Zwei Siege gegen Bonami und Lispky - Hauptfeld. Nach dem Erstrundensieg gegen Florent Serra folgte dann sein größter Sieg in den letzten Monaten. Fernando Verdasco, immerhin Topgesetzter und eigentlich kein schlechter Spieler auf Rasen, musste dran glauben. Danach besiegte er auch den starken Aufschläger Michael Llodra und seinen Landsmann Rainer Schüttler - sein Finaleinzug ist also mehr als verdient.

Das sieht bei Raemon Sluiter doch ein wenig anders aus. Mit einer Wild Card ist die Nummer 866 der Welt ausgestattet worden. Zunächst besiegte er den spanischen Sandplatzspezialisten Daniel Gimeno-Traver - keine Überraschung. Danach profitierte er von der Aufgabe von Marcos Baghdatis, bevor er gegen Dudi Sela und Ivan Navarro gewinnen konnte, die beide nicht wirklich mit guten Leistungen aufgefallen waren zuletzt.

Noch nie war ein Finalist eines ATP-Turniers schlechter platziert als Raemon Sluiter. Trotzdem sollte man den Holländer keinesfalls unterschätzen, denn immerhin hat er hier gestandene TOP100-Spieler besiegt und seine Weltranglistenplatzierung ist auch auf seine lange Pause von Februar 2008 bis März 2009 zurückzuführen. Seitdem hat er lediglich drei Future-Turniere absolviert, bei zweien stand er immerhin im Finale. Sein Heimatland ist außerdem das mit Abstand beste Pflaster für den Holländer. Alle drei bisherigen ATP-Finals spielte er zu Hause - zwei Mal in Rotterdam, ein Mal in Amersfoort. Für einen Turniersieg hat's aber bisher nicht gereicht.

Fazit - Wer wird siegen?

Wenn der Tennisgott gerecht ist, dann muss er eigentlich Benjamin Becker hier gewinnen lassen. Der Deutsche hat die deutlich besseren Spieler besiegt in dieser Woche und auch insgesamt die besseren Leistungen gezeigt. Trotzdem sollte man Sluiter hier keinesfalls unterschätzen, denn das Publikum wird auf seiner Seite stehen. Wenn beide ihre bisherigen Leistungen abrufen, sollte es aber eine klare Angelegenheit für den Deutschen werden.

Empfehlung: Back Becker @ 1,50

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