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Die Tennisfürsten auf Titeljagd in Monte Carlo

Tennis RSS / Klaus Schepers / 12 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Der Tennistross steht vor einer interessanten Phase der Saison: die "transition" von den schnellen Hartplätzen auf die langsamen Sandplätze von Europa. Erste Station ist das Masters-Event im Fürstentum. Alle vier Tennisfürsten sind am Start, auch Roger Federer hat sich doch noch dafür entschieden, in Monte Carlo an den Start zu gehen. Wohl auch, damit sein Weltranglistenplatz Zwei hinter Rafael Nadal nicht in Gefahr gerät. Der Betfair Blog analysiert die Siegchancen der Topleute.

Rafael Nadal geht natürlich als absoluter Topfavorit an den Start. Kein Wunder, der Spanier hat zuletzt vor vier Jahren und vier Tagen ein Tennismatch auf Sand verloren, zumindest unter regulären Bedingungen. Am 08.04.2005 unterlag er Igor Andreev in Valencia. Zwar musste er in diesen vier Jahren zwei Mal als Verlierer den Platz verlassen - doch beide Male konnte er wohl nicht einmal 50 Prozent seines Leistungsvermögens abrufen wegen Verletzungen - In der Auftaktpartie von Monte Carlo gegen Juan Carlos Ferrero wegen dicken Blasen am Fuß, und im Finale von Hamburg 2007 gegen Roger Federer. Natürlich zählen auch diese beiden Spiele offiziell als Niederlagen. Aber sie zeigen doch, dass der Spanier, wenn er halbwegs fit ist, seit vier Jahren ohne Niederlage ist auf der roten Asche. Ínsofern überrascht auch die Outright-Quote für ihn nicht: 1,44. Mit der Auslosung kann der Spanier durchaus zufrieden sein. Frühestens im Viertelfinale könnte er auf einen ernstzunehmenden Gegner treffen: Juan Martin del Potro, der ihn zuletzt auf Hardcourt besiegen konnte. Im Halbfinale könnte dann Andy Murray warten, wenn der Schotte denn überhaupt soweit kommt. In seiner bisherigen Karriere jedenfalls hat er nicht allzu viel erreichen können auf Sand.

Nichtsdestotrotz sollte man auch Andy Murray im Auge behalten. Der Schotte hat einen großen Sprung gemacht im letzten Jahr, vor allem seine psychischen Stärken sind inzwischen auf dem Niveau der anderen großen Spieler, wie Nadal und Federer und Djokovic. Nicht umsonst spricht man inzwischen von den großen Vier. Für einen Turniersieg von Murray spricht hier aber doch sehr wenig, denn auf Anhieb sollte er nur schwer ein derartig gut besetztes Sandplatzturnier gewinnen können. Quoten von 18,5 scheinen eher etwas zu niedrig, sind wenn überhaupt eine Tradingmöglichkeit bis zum Halbfinale. Wenn Rafael Nadal nicht früh scheitert, sollte das aber das absolute Maximum bleiben.

In der unteren Hälfte spielen die beiden anderen Akteure der "Großen Vier". Roger Federer ist dabei einiges zuzutrauen, man konnte in Interviews zuletzt sogar Erleichterung vernehmen, dass jetzt wieder auf Sand gespielt wird. Immerhin musste er sich in den letzten vier Jahren bei den French Open nur Rafael Nadal geschlagen geben und konnte dabei drei Mal das Finale erreichen. Vielleicht gibt ihm auch die Heirat letzte Woche in Basel neuen Rückenwind. Oder die Nachricht, dass er bald Vater wird? Jedenfalls ist der Schweizer hier auf jeden Fall ein heißer Kandidat für den Finaleinzug. Genauso wie auch Novak Djokovic. Der musste im letzten Jahr auf Sand nur gegen Federer und Nadal Niederlagen einstecken und zwang den Spanier als einziger überhaupt in einen Tie-Break bei den French Open.

Weitere Außenseitertipps erübrigen sich bei der Präsenz und Stärke der besten vier Spieler der Welt eigentlich. Denn die teilen sich alle großen Titel in letzter Zeit eigentlich unter sich auf. Nichtsdestotrotz kann beim ersten Masters-Event auf der roten Asche auch einem Spieler eine Überraschung gelingen, der sich schnell an die neuen Gegebenheiten anpasst. Kandidaten hierfür sind vor allem diese beiden Akteure:

Stanislas Wawrinka: Der Schweizer hat mit Ausnahme im Jahr 2007 immer sehr gute Bilanzen auf den Sandplätzen gespielt. Hinzu kommt, dass er sich in sehr guter Form befindet, wie er beim letzten Masters-Event auf Hardcourt gezeigt hat. Und auch hier konnte er sich in der ersten Runde bereits locker durchesetzen gegen Victor Troicki. Für ihn wird alles von dem wahrscheinlichen Drittrundenspiel gegen Landsmann Roger Federer abhängen, in dem er auf keinen Fall chancenlos sein dürfte. Und das nicht nur, weil die beiden schon gemeinsam die Goldmedaille im olympischen Doppelturnier gewinnen konnten. Vorher muss er aber auch erst einmal Igor Andreev bezwingen, der sich ebenfalls sehr wohl fühlt auf Sand. Auch wenn Wawrinka die erste Runde bereits gewonnen hat: Hier empfiehlt es sich ebenfalls, in jedem Spiel auf den Schweizer zu wetten und den jeweiligen Gewinn mitzunehmen. Wenn man ihn den als Outrightwette mitnehmen möchte.

Gael Monfils: Der Franzose rennt und rennt und rennt. Kaum ein Spieler muss so zermürbt werden wie er und zermürbt seine Gegner doch gleichzeitig so sehr. Auch wenn er es manchmal übertreibt und sich wegen akrobatischen Einlagen schon die eine oder andere Verletzungs zugezogen hat, seine Defensivqualitäten machen sich häufig bezahlt. Das konnte man schon letztes Jahr bei den French Open sehen, als er bis ins Halbfinale vormarschiert ist und erst Roger Federer in vier Sätzen unterlag. Als Außenseitertipp auf jeden Fall einen Versuch wert zu Quoten von ca. 100,00. Auch wenn er bereits in Viertelfinale auf Rafael Nadal treffen könnte.

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