Die perfekte deutsche Tennisstadt
Tennis
/ Klaus Schepers / 29 September 2008 / Kommentar schreiben
Nur eine einzige Stadt hat ATP- und WTA-Event: Jetzt kommen die Damen zu Besuch
Hamburg verliert aller Voraussicht nach den Status als Masters Series Event der Herrentour, das Turnier der Damen in Berlin findet nur noch in der Bundeshauptstadt statt, weil arabische Scheichs die Finanzierung übernehmen - deutsche Tennisfans werden nicht gerade verwöhnt in den letzten Jahren, nicht nur in Sachen Topspielern, sondern auch bei der Ausrichtung von Topturnieren. Eine Stadt schafft es aber immer noch, Topspieler von Damen und Herren nach Deutschland zu locken.
Stuttgart - Große Autos locken großartige Spieler
Nach dem ATP-Event im Juli kommen nun die Damen ins Schwabenländle. Das Frauenturnier ist dabei sogar deutlich besser besetzt als das der Herren, welches in diesem Jahr mit drei weiteren Events konkurrieren musste. Bei den Damen allerdings gibt es dank des Sponsors auch richtig viel Geld zu gewinnen - 650.000 Dollar. Immerhin ist das Event ein Turnier der zweithöchsten Kategorie. Das lockt die Topspielerinnen an: Acht der besten Zehn haben sich für eine Teilnahme in Stuttgart entschieden, darunter neben den Williams-Schwestern auch die Turniersiegerin von Peking, Jelena Jankovic. Ein Pluspunkt für Stuttgart dürfte sicher die Autoindustrie sein, ohne die den beiden Events auf ATP und WTA sicher die Sponsoren im Hintergrund fehlen würden.
Das Starterfeld - Eine Klasse für sich
Die vier Topgesetzten erhalten in der ersten Runde ein Freilos und müssen erst ab der zweiten Runde ins Turniergeschehen eingreifen: Serena Williams (1), Jelena Jankovic (2), Dinara Safina (3) und Elena Dementieva (4). Doch auch die weiteren gesetzten gehören zur absoluten Weltelite. Svetlana Kuznetsova (5) muss gegen die beste Schweizerin Patty Schnyder zeigen, ob sie nach der Finalniederlage in Peking bereits in Runde Eins wieder ihre Asien-Form abrufen kann. Venus Williams (6) bekommt es ebenfalls schon zu Beginn mit einer starken Gegnerin zu tun, die zudem noch Heimvorteil hat: Anna-Lena Groenefeld hat für das Turnier eine Wild Card erhalten. Nach ihrem Achtelfinaleinzug bei den US Open auch durchaus verdient. Die Ansetzungen in der ersten Runde zeigen schon, wie stark dieses Turnier besetzt ist: Die Nr. 35 der Welt, Na Li, war die letzte Spielerin, die sich direkt für dieses Turnier qualifiziert hat. Doch wer kann am Ende gewinnen? Wer glaubt, das schon vorher zu wissen, für den ist eine Wette auf den Outright-Markt das Richtige. Wem das zu lange dauert: jedes der 27 Spiele in Stuttgart gibt's als Livewette bei Betfair - da kann kein Buchmacher mithalten.