Die Fortsetzung des Tennis-Krimis
Tennis
/ Klaus Schepers / 27 Juni 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Tommy Haas und Marin Cilic müssen sich in der Fortsetzung ihrer Drittrundenpartie von der ersten Sekunde an doppelt konzentrieren. Beim Stand von 6:6 im fünften Satz geht's heute ab 16 Uhr weiter. Wer da nicht von Anfang an 120 Prozent gibt, ist ausgeschieden, bevor er überhaupt darüber nachdenken kann, was man im Spiel ändern könnte.
Eigentlich hätten sich beide Akteure ärgern müssen, als sie gestern Abend um kurz nach 21.30 Uhr Ortszeit den Platz verließen. Tommy Haas führte bereits mit 2:0 Sätzen und hatte das Spiel im Griff, Marin Cilic führte dann mit 5:3 im entscheidenden fünften Satz und hatte sogar Matchbälle. Höchstwahrscheinlich wird heute der Spieler gewinnen, der heute Nacht weniger über die vergebenen Chancen nachgedacht hat. Oder wer sein Spiel bereits von Anfang an auf 100 Prozent hochfahren kann.
Tommy Haas hatte eine ähnliche Situation bereits in seinem Erstrundenmatch gegen Alexander Peya. Damals wurde das Spiel beim Stand von 2:1 Sätzen für Haas und 4:4 im dritten Satz wegen Dunkelheit abgebrochen. Am nächsten Tag gewann der Deutsche die ersten beiden Spiele und zog in die zweite Runde ein - sicherlich ein Punkt der für Tommy Haas spricht.
Allerdings verspielt der Deutsche auch gerne mal 2:0-Satzführungen, wenn es in die entscheidenden Runden bei Grand-Slam-Turnieren geht. Zuletzt erst bei den French Open gegen Roger Federer. Oder bei den US Open 2008 gegen Gilles Muller. Oder im Viertelfinale der US Open 2006 gegen Nikolay Davydenko. Wenn die richtig großen Chancen auf gute Ergebnisse da waren, standen bei Tommy Haas doch das eine oder andere Mal die nerven im Weg.
Doch eigentlich ist das heute ja gar kein Fünfsatzspiel. Heute ist es nicht einmal der Modus "best of 1 set". Es kann zwar durchaus noch länger als einen Satz dauern, weil es ja bekanntlich im fünften Satz keinen Tie-Break gibt, aber nach dieser gut 18-stündigen Pause ist das nicht zu erwarten. Zu groß wird die nervliche Anspannung sein. Sehr wahrscheinlich wird einer der beiden Spieler hier doch nach den ersten Punkten, die gegen ihn laufen, an den Rand der Niederlage gedrängt. Die Chance ist riesig, denn im Achtelfinale wartet entweder Igor Andreev oder Andreas Seppi. Für beide Spieler eine durchaus lösbare Aufgabe.
Empfehlung: heute Abend Lotto spielen dürfte einfacher sein als den Sieger dieser Partie zu bestimmen!