Das Überraschungsfinale von San Jose
Tennis
/ Klaus Schepers / 15 Februar 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Zugegeben, Radek Stepanek und Mardy Fish sind keine schlechten Spieler. Aber beide konnten in ihren Halbfinalpartien die deutlichen Favoriten, Andy Roddick und James Blake, aus dem Turnier werfen. Im direkten Duell ist jetzt alles offen. Wer einen klaren Favoriten hat, der kann mit dem Finale von San Jose gutes Geld verdienen.
Die Spieler
Radek Stepanek ist ein Kampfschwein. Der Tscheche gibt keinen Punkt auf und kämpft bis zur vollständigen Erschöfung. Das konnte man auch in dieser Woche wieder sehen, als er schon in der ersten Runde am Rande einer Niederlage war [siehe Das Turnier]. Mardy Fish hat genau wie sein Gegner einen starken Aufschlag, über den er sein Spiel aufbaut. Im Gegensatz zu Stepanek ist er aber deutlich seltener am Netz zu finden. Die aktuelle Form der beiden ist ungefähr gleich zu bewerten. Beide erreichten die dritte Runde der Australian Open, Stepanek unterlag dort Überraschungsmann Fernando Verdasco, Mardy Fish musste sich Marcos Baghdatis geschlagen geben.
Das Turnier
Hier sind doch deutliche Vorteile beim Amerikaner. Denn der hat in seinen bisher vier Partien nicht einen einzigen Satz abgegeben. Und seine Gegner waren alles andere als schwach: auf dem Weg ins Finale besiegte er Lleyton Hewitt, Juan Martin del Potro und James Blake. Radek Stepanek hatte da einen leichteren Weg, zumindest bis ins Halbfinale. Trotzdem hatte er große Probleme mit Dominik Meffert und Todd Widom, die beide nur jenseits der 250 in der Weltrangliste zu finden sind. Im Halbfinale zeigte er dann aber, dass es bei ihm nicht unbedingt auf die Stärke des Gegners ankommt. Je stärker der Gegner, desto stärker auch Stepanek, wie der Dreisatzerfolg gegen Turnierfavorit Andy Roddick zeigt.
Der direkte Vergleich
Dieser Punkt spricht klar für den Tschechen. Beide Duelle konnte er für sich entscheiden. Beide Male im Jahr 2007 auf Hardcourt. Und das ohne Satzverlust. Er scheint gerne gegen Mardy Fish zu spielen. Für die Estimations ist somit der klare Vorteile bei den bisherigen Turnierleistungen für Fish aufgehoben. Eine völlig offene Partie erwartet uns. Im Zweifel würde ich bei Quoten um 2,00 für beide hier auf den Amerikaner gehen. Denn die aktuelle Form ist doch wichtiger als zwei direkte Duelle.