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Das letzte Highlight des Tennisjahres

Tennis RSS / Klaus Schepers / 20 November 2008 / Kommentar schreiben

Die Sandplatznationen Spanien und Argentinien duellieren sich im Davis-Cup-Finale - auf Hardcourt„Vamos!". Im Finale des Davis Cup wird dieses Jahr spanisch gesprochen. Die Argentinier konnten einen hart umkämpften Auswärtssieg in Russland erreichen, die Spanier setzten sich im Halbfinale souverän mit 4:1 gegen die USA durch. Ins Finale gehen sie trotzdem als krasser Außenseiter, denn der Spieler, der am lautesten „Vamos!" brüllt und das beste Tennis spielt, der fehlt verletzungsbedingt: Rafael Nadal. Doch es kommt noch schlimmer - die Argentinier haben sich aus taktischen Gründen für einen schnellen Hardcourtbelag als Untergrund entschieden. Und das, obwohl sie auch lieber auf Sand spielen. Allerdings kommen sie mit dem schnelleren Belag viel besser zurecht als die Spanier. Die haben eigentlich keinen richtig starken Hardcourtspieler.
David Ferrer, die Nummer 1 der Spanier, hat im Jahr 2007 exzellentes Hartplatztennis gespielt. Immerhin erreichte er das Halbfinale der US Open und konnte das Finale beim Masters Cup erreichen. Doch davon ist im Jahr 2008 nur wenig zu sehen gewesen. Der einzige potentiell starke Hardplatzspieler in Formkrise, die anderen Spieler nur Durchschnitt. Für die Spanier muss ein kleines Wunder her, um eine reelle Chance zu haben. Einziger Lichtblick dürfte das Doppel sein: Mit Fernando Verdasco und Feliciano Lopez haben sie ein eingespieltes Doppel, das im Halbfinale beinahe gegen die Bryan-Brüder gewonnen hätte. Ein Doppel-Sieg ist ein absolutes Muss für die Spanier, ansonsten können sie einen Gesamtsieg fast schon abschreiben.
Denn die Argentinier werden in den Einzeln definitiv ihre Punkte holen. Die Frage bleibt, wie viele. Mit Juan Martin del Potro und David Nalbandian sind sie doch deutlich besser besetzt als die Spanier. Bei del Potro sollte man aber abwarten, ob er die Teilnahme beim Masters Cup gut verkraftet hat. Denn schon dort konnte man sehen, dass die sensationelle zweite Jahreshälfte auch beim Argentinier Spuren hinterlassen hat. Sein Landsmann David Nalbandian befindet sich aber in absoluter Topform. Traditionell läuft er gegen Jahresende zur Hochform auf - alles andere als zwei Punkte wären da schon eine große Überraschung.
Wer holt sich den Davis Cup 2008? Die Argentinier sind nur noch zu einer Quote von 1,22 zu haben. Das erscheint aber ungefähr richtig. Für die Spanier müsste schon alles perfekt laufen - ein Sieg im Doppel absolute Pflicht, dazu muss mindestens ein Einzel gegen del Potro gewonnen werden. Um dann auf einen Strauchler von Nalbandian zu hoffen. Mit einem Gesamtsieg ist immerhin mehr als das Fünffache des Einsatzes drin.

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