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Tennis, Australian Open 2010: Davydenko rockt Melbourne!

Tennis RSS / Klaus Schepers / 17 Januar 2010 / Kommentar schreiben Wettbonus

Rocking Davydenko: Der Russe begeistert die Tennisfans mit neuen Varianten und gewohnter Präzision

Fast jedes Jahr bringt das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres einen Überraschungsspieler hervor. Auch wenn Nikolay Davydenko nach seinen vergangenen Erfolgen keine große Überraschung mehr ist, seine Quote auf den Turniersieg lässt anderes vermuten.

Er ist mein Haupttipp auf den Titel in diesem Jahr. Und das schon seit dem Masters Finale von London. Nikolay Davydenko hat für mich in den letzten Monaten einen riesengroßen Schritt gemacht. Und damit meine ich nicht primär die Tatsache, dass er nach zwölf Niederlagen in Serie die letzten beiden Spiele gegen Roger Federer gewinnen konnte. Ich meine vor allem seine spielerischen Fähigkeiten.

Natürlich war der Russe schon immer stark von der Grundlinie, hat Druck gemacht und sich den Spitznamen "Tennis-Roboter" verdient. Doch seine Konstanz von der Grundlinie ist zuletzt noch einmal deutlich größer geworden. Er platziert die Bälle noch besser, und erläuft mindestens genauso viel wie eigentlich schon immer. Er schlägt noch besser auf und er hat einen neuen Schlag im Repertoire, den er früher nicht so stark (und vor allem nicht so oft genutzt hat): Den Volley-Stop. War er früher nur selten am Netz, geht er inzwischen immer öfter vor, und das mit einer unglaublichen Effizienz.

Man sollte die Vorbereitung nicht überbewerten, aber beim Turnier in Doha hat er gezeigt, wie stark er ist und Roger Federer in zwei Sätzen nach Hause geschickt. Die Frühform ist also da - und genau die fehlt bei vielen der Topfavoriten (insbesondere bei Federer und del Potro). Seine Auslosung finde ich ebenfalls nicht allzu schlimm. Gulbis in Runde 3, okay, aber der Lette wird zu viele Fehler gegen die konstanten Bälle des Russen machen. Danach folgt Verdasco, der ihm natürlich gefährlich werden kann, wenn er ähnlich spielt wie letztes Jahr. Doch bis ins Viertelfinale dürfte Davydenko als Favorit ins Macht gehen. Und dann folgt die Partie gegen Roger Federer. Hier wird dann eine Serie beendet. Erstmals seit über 20 Grand-Slam-Turnieren wird der Schweizer nicht das Halbfinale erreichen. Dass Davydenko ihn schlagen kann, hat er in den letzten beiden Duellen bewiesen!

Fazit:

Der Herren-Wettbewerb ist offen wie selten zuvor und es kann eigentlich jeder der TOP 6 siegen. Ich habe Davydenko schon seit November auf dem Zettel für diesen Titel und mich sogar gefreut, dass er in Abu Dhabi gegen Ferrer verloren hat, weil die Quote dadurch angestiegen ist. Leider habe ich aber zu lange gewartet. Doch auch die aktuelle Quote gefällt mir noch sehr gut. Denn hier paaren sich spielerische Beobachtungen mit einem unglaublich starken Gefühl. Dem Gefühl, dass Davydenko in diesem Jahr der Überraschungsspieler wird, den es in Melbourne fast jedes Jahr gibt.

Auch wenn die Überraschung in diesem Fall nicht so groß ist wie bei einem Schüttler (2003) oder Baghdatis (2006).

Davydenko to win Australian Open @ 13,00

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