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Das Favoritensterben von Houston (2)

130 ATP Tour RSS / Klaus Schepers / 11 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Früh sind alle Favoriten auf den Titel beim ATP-Turnier ausgeschieden. Die beiden Topgesetzten James Blake und Mardy Fish scheiterten bereits in der ersten Runde, die an Position drei und vier gesetzten Jürgen Melzer und Jeremy Chardy mussten in der zweiten Runde die Heimreise antreten: Die große Chance für die vier verbliebenen, viele Plätze in der Weltrangliste gutzumachen, denn alle stehen nicht unter den besten 75 der Welt und standen in Houston nicht auf der Setzliste.

Wayne Odensik vs. Björn Phau: 20.00 Uhr deutscher Zeit

Für beide Spieler zählt diese Spiel zu einem der wichtigsten in der gesamten Tenniskariere. Denn weder Odesnik noch Phau standen jemals im Finale eines ATP-Turniers. Verdient hätten sie es sich trotzdem beide. Wayne Odesnik konnte in der zweiten Runde immerhin Jürgen Melzer deutlich mit 6:4, und 6:0 schlagen. Auch wenn der Österreicher einen rabenschwarzen Tag erwischte, das muss ein Spieler, der auf dem hundertsten Platz der Weltrangliste steht, erst einmal ausnutzen. Im Viertelfinale konnte er dieses Selbstbewusstsein dann auch noch in einen Sieg gegen John Isner ummünzen (im Tie-Break des dritten Satzes). Björn Phau hat in der Runde zuvor seinen Landsmann und Houston-Experten Tommy Haas besiegen können. Die absolute Sensation ist ihm aber in der ersten Runde gegen den an zwei gesetzten Mardy Fish gelungen, den er in drei Sätzen besiegen konnte. Vor allem für Phau könnte sich der Einzug ins Finale richtig lohnen: Der Deutsche könnte damit einen Sprung an die Grenze der TOP 60 schaffen - und damit quasi eine Garantie für die direkte Qualfikation bei nahezu allen kleineren ATP-Turnieren. Odesnik kann zwar in der Weltrangliste nicht allzu viele Punkte gutmachen, weil er schon letztes Jahr im Halbfinale war. Ein ATP-Finale im Heimatland zu erreichen, dürfte aber auch ihm einen großen Motivationsschub geben.

Entscheidend wird es in diesem sicher auch sein, wer hier seine Nerven besser kontrollieren kann. Vorteile sollte da der deutlich erfahrene Björn Phau haben. Der Deutsche ist nicht nur vier Jahre älter, sondern auch deutlich erfahrener. Immerhin hat er bereits 135 Matches auf ATP-Niveau bestritten, im Gegensatz zu 47 Spieln von Odesnik. Außedem stand er bereits drei Mal im Halbfinale, Odesnik dagegen erst ein einziges Mal, im letzten Jahr ebenfalls hier in Houston. Betrachtet man zusätzlich die gezeigten Leistungen diese Woche, so erscheint die Quote des Deutschen hier doch ein wenig zu hoch angesetzt.


Evgeny Korolev vs. Lleyton Hewitt: 21.30 Uhr

Lleyton Hewitt zurück in Form? Eine Frage, die man bis zum Halbfinale noch nicht sicher beantworten kann. Denn einen richtig starken Gegner musste der Australier auf dem Weg ins Halbfinale nicht besiegen. Junqueira, Roitman und Garcia-Lopez sind alle drei der guten Leistungen in letzter Zeit absolut unverdächtig. Genau wie der Autralier selbst auch, der inzwischen nur noch auf Position 88 der Welt rangiert. Das liegt zwar nicht nur an schlechten Leistungen, sondern auch daran, dass er 2008 fast ausschließlich bei den großten Turnieren mitgespielt hat. Doch auch 2009 wusste er bisher nicht wirklich zu überzeugen, mit der Ausnahme des Halbfinaleinzugs von Memphis, wo er äußerst knapp gegen Andy Roddick unterlag. Evgeny Korolov konnte in der Runde zuvor Guillermo Canas schlagen, der in Houston allerdings seine ersten beiden Spiele in der neuen Saison gewinnen konnte, also ebenfalls nicht allzu stark einzuschätzen ist. Zuvor musste er auch sich lediglich gegen mittelmäßige Sandplatzspieler wie Leonardo Mayer oder Daniel Gimeno-Traver durchsetzen, und selbst damit hatte er Probleme. Wenn alles normal läuft, dürfte Lleyton Hewitt dieses Spiel für sich entscheiden. Zu Quoten von 1,37 ist ein Back allerdings nicht zu empfehlen. Genauso wenig, wie ein Lay.


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