Five to watch - Nachwuchsspieler auf dem Weg nach oben
130 ATP Tour
/ Klaus Schepers / 15 Dezember 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Die größten Hoffnungen für die neue Tennissaison liegen in der Weltrangliste eng beieinander
Sie sind jung, ehrgeizig und wollen im Jahr 2009 weiter nach oben: Die Nachwuchs-hoffnungen auf der ATP Tour. Bereits in diesem Jahr konnten sie ihre Positionen in der Weltrangliste verbessern - der eine mehr, der andere weniger. Jetzt liegen sie alle in Lauerstellung - zwischen Platz 53 und 63. Das sind ungefähr die Positionen, die bei den meisten Turnieren für einen direkten Platz im Main Draw reichen. Doch reicht das den „young guns"? Sicher nicht. Dieses Jahr sind für diese fünf Spieler auf jeden Fall die TOP 30 drin.
Ernests Gulbis (20) galt schon vor der letzten Saison als eine der größten Talente. Mit dem Viertelfinale bei den French Open konnte der Lette bereits unter Beweis stellen, dass er auch bei großen Turnieren gutes Tennis spielen kann. In der zweiten Jahreshälfte fehlte ihm allerdings die Konstanz - nur in Cincinnati konnte er mehr als ein Spiel gewinnen. Auch deswegen konnte er in der letzten Saison lediglich 8 Plätze gutmachen und steht jetzt auf Position 53. Trotzdem, in der neuen Saison sollte er mit seinen guten Grundschlägen und den starken Aufschlägen weiter nach vorne marschieren können.
Eine große Überraschung war der Spanier Marcel Granollers (22). Wie aus dem nichts gewann er sein erstes ATP-Turnier auf dem schnellen Sandplatzbelag in Houston - immerhin gegen James Blake. Dabei spielt der Spanier eher untypisches Tennis für seine Herkunft. Gerne sucht er den Abschluss am Netz und auch sein Aufschlag kann sich sehen lassen. Mit seinem Doppelpartner Santiago Ventura ist er immerhin die Nummer 30 der Doppel-Welt. Auch das zeigt, welches Tennis der junge Spanier bevorzugt. Ob er damit noch weiter nach vorne marschieren kann, bleibt abzuwarten. Wenn er sich aber so entwickelt, wie in diesem Jahr, dann ist vieles möglich.
Positiv aufgefallen ist auch der Serbe Viktor Troicki (22). Erkonnte sich in der letzten Saison bereits um 50 Plätze verbessern. Dies gelang ihm vor allem wegen guter Challenger-Ergebnisse und sehr starken Leistungen auf Hardcourt in der zweiten Jahreshälfte. In Washington konnte er sein erstes Finale erreichen, später folgten Viertelfinals in Moskau und Tokio. Wenn er sich in dieser Geschwindigkeit weiter verbessert, ist er auf dem besten Weg, das serbische Tennis um einen guten Spieler zu erweitern.
Eduardo Schwank (22) hat im Jahr 2008 die klassische Einsteigersaison gespielt. Auf Sand konnte er drei Challenger-Turniere hintereinander gewinnen - eine Seltenheit auf der kleineren Tour. Das katapultierte ihn auch in der Weltrangliste nach vorne und brachte ihm die Startberechtigung für die French Open, bei denen er immerhin die dritte Runde erreichen konnte. Der bevorzugte Belag des Argentiniers ist Sand. Aber auch auf Hartplätzen hat er ordentliche Ergebnisse erzielt. Es sieht so aus, als könnte er auch da einige Punkte sammeln - und nächstes Jahr den Angriff auf die TOP 30 wagen.
Zu guter letzt die wohl größte Hoffnung der „five to watch": Kei Nishikori (18). Es gibt nur wenige Spieler, die bereits als Teenager den Sprung in die TOP 100 schaffen. Der Japaner hat das 2008 auf beeindruckende Weise geschafft. Von Position 286 schaffte er den Sprung auf Platz 63. In Delray Beach konnte er als Qualifikant das Turnier gewinnen - und dabei immerhin Spieler wie Sam Querrey oder James Blake besiegen. Später im Jahr überraschte er dann als Achtelfinalist bei den US Open. Für den Japaner ist in der neuen Saison wahrscheinlich am meisten drin. Mit seinen 18 Jahren hat er noch viel Zeit - die er vielleicht gar nicht braucht, um schon dieses Jahr Richtung Weltspitze zu marschieren.
Wer mit Tenniswetten erfolgreich sein will, sollte vor allem diese „young guns" im Auge behalten. Sie sind zwar als klare Favoriten gegen durchschnittliche Spieler nicht immer einen Versuch wert, da sie in ihren jungen Jahren noch ihre Erfahrungen sammeln müssen. Aber als Außenseiter sind sie meistens gefährliche Kontrahenten - mit der Chance auf große Gewinne.