Ein Duell mit ungleichen Vorzeichen
130 ATP Tour
/ Klaus Schepers / 09 September 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
In der ersten Runde trifft Nicolas Almagro auf einen aufstrebenden Inder
Somdev Devvarman ist sein Name. Er ist Inder und spielt sich in den letzten Monaten in der Weltrangliste heimlich still und leise nach vorne. Zu Jahresbeginn war er die Nummer 1036 der Welt. Das ist ein Platz, bei der man gar nicht mehr wirklich von einer Ranglistenposition sprechen kann, weil die Spieler in dem Bereich meist nur ein einziges oder zwei Turniere in der Wertung haben. Das liegt bei ihm vor allem an einer langen Pause, die er im Jahr 2007 einlegen musste. In diesem Jahr hat er erstmals bei einem ATP-Turnier das Viertelfinale erreicht - in Washington. Natürlich musste er sich dabei durch die Qualifikation spielen, wie noch wenige Wochen zuvor sogar bei Challengerturnieren. Zum Beispiel in Lexington. Dort hat er immerhin acht Spiele in Serie gewonnen und somit auch das Turnier - und das als Qualifikant. Selbst auf der kleinen Challengertour kommt das eher selten vor. Und dabei hat er unter anderem Spieler wie Xavier Malisse und Robert Kendrick geschlagen, die bereits gestandene Profis innerhalb der TOP 100 der Welt sind. Von seinen bisherigen Ergebnissen konnte man ablesen, dass er das Spiel auf Hardcourt besonders liebt. Doch nun hat er sich auch beim ATP-Turnier von Bukarest durch die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt. In den ersten beiden Quali-Runden gab er lediglich vier Spiele ab. In der alles entscheidenden dritten Runde konnte er schließlich Filippo Volandri besiegen. Der ist zwar im Moment nicht gut in Form, trotzdem auf Sand nicht zu unterschätzen.
Nun wartet eine schier unlösbare Aufgabe auf den Inder
Mit Nicolas Almagro muss Devvarman allerdings jetzt einen der besten Sandplatzspieler der Welt besiegen, um in die zweite Runde einziehen zu können. Der Spanier konnte immerhin das Viertelfinale der French Open erreichen. Das sind eigentlich noch unerreichbare Welten für den Inder. Doch Almagro ist ein Spieler, der bereits sehr oft Spiele wegen Verletzungen in frühen Runden aufgeben musste. Auch im letzten Jahr war hier in Bukarest bereits in Runde Eins Schluss, obwohl er den ersten Satz gewonnen hatte. Danach musste er allerdings beim Stand von 1:5 im zweiten Satz gegen Simone Bolelli. Nimmt er das eher kleinere Turnier von Bukarest auch diesmal nicht ernst? Der junge Inder würde sich wahrscheinlich freuen. Und alle die auf ihn wetten ebenfalls. Bei einem Sieg des aufstrebenden Inders gibt's immerhin fast das Zehnfache des Einsatzes zurück.