Das Favoritensterben von Houston
130 ATP Tour
/ Klaus Schepers / 08 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
In dieser Woche backt die ATP-Tour wieder kleinere Brötchen. Die Chance für schlechter platzierte Spieler, auf sich aufmerksam zu machen, denn die Favoriten straucheln doch häufiger, als bei den großen Events. In Houston konnte man das auch direkt wieder beobachten. Bereits in der ersten Runde scheiterten viele gesetzte Spieler - in der zweiten Runde sind gerade einmal noch drei von ihnen dabei.
James Blake scheiterte gegen Canas, Mardy Fish unterlag dem Deutschen Phau - die beiden Topgesetzten des ATP-Turniers von Houston sind bereits ausgeschieden. Das war zwar keine absolute Sensation, aber doch eine größere Überraschung, gingen doch beide als deutliche Favoriten in ihre Partien. Die Nummer Fünf des Turniers Sam Querrey musste bereits vor Turnierstart absagen, und auch die an 7 und 8 gesetzten Spieler sind bereits draußen. Das Feld hat sich somit doch bereits deutlich gelichtet. Vor allem die verbliebenen gesetzten Spieler können sich damit berechtigte Hoffnungen auf den ersten Turniersieg machen.
Wie beispielsweise Jeremy Chardy. Der Franzose erreichte erst vor wenigen Wochen in Johannesburg das erste ATP-Finale seiner Karriere, unterlag da aber noch Jo-Wilfried-Tsonga. Chardy ist jetzt wohl der Favorit auf den Titel in Houston. Sein Spiel passt hervorragend zu dem schnellen Sand von Houston, fühlt er sich doch sowohl auf den schnelleren Hartplatzbelägen, wie auch auf Sand sehr wohl. In der zweiten Runde wartet Guillermo Garcia-Lopez auf den Franzosen, eine durchaus machbare Aufgabe. Und auch die weiteren Aufgaben für Chardy sind durchaus lösbar. Bis ins Finale muss er eigentlich nur Lleyton Hewitt fürchten. Der kann, wenn er sein Potential mal wieder abruft, ebenfalls ein großer Nutznießer sein.
In der unteren Hälfte ist Jürgen Melzer ein Kandidat für einen Finalplatz. Der Österreicher konnte in der ersten Runde relativ souverän gewinnnen und hat mit Wayne Odesnik ebenfalls eine lösbare Aufgabe vor sich in der zweiten Runde. Danach würde entweder der Sandplatzexperte Capdeville aus Chile, oder der Aufschlagriese John Isner warten. In einem möglichen Halbfinale könnte er es dann mit einem Wildcardspieler zu tun bekommen: Tommy Haas. Der deutsche ist zwar nicht allzu gut auf den Sandplätzen, aber wenn er auf dem Sand gute Ergebnisse erzielen kann, dann hier auf dem schnelleren Aschebelag von Houston.
Die Halbfinalprognosen: Dent vs. Chardy und Melzer vs. Haas