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Wer stoppt Federer auf dem Weg zum US-Open-Titel?

Der Maestro könnte sich seinen dritten Grand-Slam-Sieg in diesem Jahr holen. Aber aufgepasst, neben den üblichen Verdächtigen macht ihm auch ein deutscher Youngster Konkurrenz.

US Open 2017
28. August - 10. September

In nicht einmal zwei Wochen beginnen die US Open und die Tenniswelt fängt jetzt schon an zu grübeln, wer wohl den Titel holt. Macht Roger Federer mit seinem dritten Grand-Slam-Sieg in diesem Jahr die 20 Titel voll? Kämpft sich Rafael Nadal zum Triumph? Wird Andy Murray früh genug fit? Oder prescht vielleicht doch ein ganz anderer Profi auf den Thron? Wir werfen einen Blick auf fünf spannende Szenarien.


1. Federer gewinnt
Er ist der Favorit, der König, der Maestro und anscheinend fast wieder in der Form seines Lebens. Roger Federers Auftritte in diesem Jahr waren fantastisch und beeindruckend. Er gewann sowohl die Australian Open als auch Wimbledon und wurde durch seinen Erfolg auf Rasen darin bestätigt, beim Grand-Slam in Paris nicht anzutreten. Der mittlerweile 36-Jährige spielt nach seinem Comeback eine absolute Traumsaison und steht bei 35:3-Siegen. Respekt! Zuletzt verlor er gegen Alexander Zverev das Finale in Montreal und musste wegen einer Rückenverletzung das Turnier in Cincinnati absagen. Ist das ein Grund zur Sorge? Eher nicht. Federer wird sich für den Höhepunkt ausruhen und topfit an den Start gehen. Er ist mit einer Quote von [2.7] der Topfavorit und kann die 20 Grand-Slam-Siege vollmachen.


2. Nadal überrascht
Ja, Rafael Nadal wird wieder die Nummer 1 der Welt, er ist fast genau so stark zurückgekommen wie Federer und doch steht er bei aller Aufmerksamkeit und bei allem Respekt - wie immer - im Schatten des Schweizers. Nadal sagte es sei "etwas besonderes" für ihn, wieder an der Spitze der Weltrangliste zu stehen, aber wie gut er im Big Apple sein wird, fragen sich viele Fans. Nach seinem Turniersieg dort 2013 waren die letzten drei Turniere nicht erfolgreich. 2014 musste er verletzt passen, 2015 scheitere er in Runde 3 und 2016 im Achtelfinale. Deswegen liegt seine Siegquote beim Turnier in New York mit [3.5] auch über der von Federer. Nadal ist ein titelaspirant, aber an Federer kann er nicht vorbei.


3. Murray wird topfit
Nachdem Novak Djokovic die US Open schon frühzeitig verletzt abgesagt hat, steht auch hinter Andy Murry ein riesiges Fragezeichen. Das Turnier in dieser Woche in Cincinnati musste er streichen. "Leider kann ich nicht in Cincinnati spielen, da ich meine Genesung weiter vorantreiben muss. Ich werde auf dem Platz hart arbeiten, um in New York teilnehmen zu können", schrieb Murray bei Twitter. Ob er das schafft? Fraglich! Seine Quote auf den Turniersieg liegt bei [9.0], aber niemand kann erwarten, dass er so spektakulär zurückkommt wie es Federer und Nadal in Australien taten. Murray ist ein großer Außenseiter. Kaum vorstellbar, dass er so überraschen kann.


4. Zverev schafft die Sensation
„Die Zukunft ist jetzt", twitterte Boris Becker am Sonntag, nachdem Alexander Zverev in beeindruckender Manier das Finale des ATP-Turniers in Montreal in zwei Sätzen gegen Roger Federer gewonnen hatte. "Ich spiele derzeit das beste Tennis meines Lebens", sagt Zverev nach dem Sieg. Das beste Tennis, er schlägt den größten Spieler aller Zeiten - wo soll es mit diesem Jungen denn noch hingehen? Nach dem Titel in Washington war es spätestens der Sieg vergangene Woche in Montreal, der ihn zum Mitfavoriten gemacht hat. Zverev ist "the next big thing" im Tennis, das ist klar. Nur bei den Grand Slams kam er noch nicht so zum Zuge, wie gewünscht. Das Achtelfinale dieses Jahr in Wimbledon war bisher sein bestes Ergebnis. Diese fehlende Erfahrung, in einem der vier Turniere schon mal weit gekommen zu sein macht ihn auch für New York zum Außenseiter. Aber wieso sollte er nicht die Sensation schaffen? Außer der eben genannte Grund fällt uns keiner ein. Seine Quote auf den Turniersieg liegt bei [9.0].


5. Es passiert ein Wunder
Es gewinnt jemand anders als Federer, Nadal, Murray oder eventuell noch Zverev? Das ist kaum vorzustellen. Djokovic (Ellbogen) fehlt verletzt, Wawrinka (Knie-OP) fehlt verletzt und sonst klafft derzeit eine große Lücke in der Weltspitze. Aber Stopp! Wo sollte es so ein Wunder geben, wenn nicht in New York? Marin Cilic [21.0] und Juan Martin del Potro [29.0] sind die besten Beispiele. Sie überraschten 2014 und 2009. Es gibt noch den Aufschlag-Riesen Milos Raonic [21.0], Österreichs Dominik Thiem [26.0], Australiens Mega-Talent Nick Kyrgios [19.0], Grigor Dimitrov, der zletzt in Cincinnati gewann [23.0] und eigentlich hätten auch Jo-Wilfried Tsonga [67.0] und Gael Monfils [81.0] mal so einen Titel verdient. Aber so wirklich vorzustellen ist das kaum. Trotzdem: Tollkühne Tipper haben hier ein paar Optionen, die mit etwas Glück wahr werden könnten.

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