Zum Abschluss wird gesprintet
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 21 Juni 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Royal Ascot endet wie gewohnt mit einem sechs-Rennen-Programm. Am Samstag stehen noch einmal die Sprinter im Mittelpunkt, die die „Golden Jubilee Stakes" über 1200 Meter bestreiten. Es geht um 375.000 Pfund an Preisgeld. 20 Pferde laufen, darunter auch der Australier Takeover Target, dessen Geschichte im Text zum Dienstag erzählt wurde. Er war an diesem Tag Zweiter, die kurze Pause macht ihm bekanntlich nichts aus. Ein erstklassiges Pferd und vermutlich der Favorit ist Sakhee's Secret, doch weder bei seinem letzten Start in 2007 noch bei seinem Jahresdebüt konnte er gewinnen. Allerdings triumphierte er letztes Jahr im July Cup und das ist das wichtigste englische Sprintrennen der Saison. Ein starker Franzose ist Marchand D'or, der zuletzt in seiner Heimat das aus Spanien stammende Pferd besiegte, das am Dienstag bei Royal Ascot über 1000 Meter triumphierte und vor Takeover Target einkam. Soldier's Tale gewann im Vorjahr gegen Takeover Target, über den hier alles zu gehen scheint - und konnte seitdem kein Rennen mehr bestreiten. Nicht auslassen darf man sicherlich auch die Iren Astronomer Royal, US Ranger und Myboycharlie. Oder den Neuseeländer Seachange. Oder Diabolical, der für Dubai antritt. Das Rennen ist fraglos wieder einmal ein Wetträtsel.
Das 1.Rennen um 15.30 Uhr gehört zur Listenklasse und wendet sich an Zweijährige. Es gibt deutsche Beteiligung durch Johnny Rook, der letztes Jahr auf einer Auktion verkauft wurde und bei seinem ersten Start gleich Zweiter wurde. Er hat sicherlich Chancen auf einen vorderen Platz, gilt aber nicht als Favorit. Das soll Free Agent sein.
Rennen 2 sind die „Harwicke Stakes" der Gruppe II. Ein hochinteressanter Starter ist Happy Boy, im Besitz der Dubai-Scheichs. Der Fünfjährige stammt eigentlich aus Brasilien und imponierte bei einem Start in Dubai so sehr, dass er den Besitzer wechselte - sicherlich für eine sehr hohe Summe. Der England-Einstand misslang zwar mit Platz 9, aber er wird sicherlich besser laufen. Vielleicht ist Macarthur Favorit. Sein Trainer Aidan O'Brien wurde jeden Tag an dieser Stelle genannt. Zu recht, wie sich zeigte, denn er dominiert die großen Rennen von Royal Ascot.
Schwierig zu bewetten sind die drei letzten Rennen. Denn es laufen 28, 22 und 17 Pferde, was das Wetten sehr schwierig macht. Vielleicht lohnt es sich auf die deutsche Beteiligung hinzuweisen. Im 5.Rennen sieht man Players Please, dessen Mutter Deutsche ist. Er hat wenig Form. Da erscheint Polish Power als Doppelsieger interessanter. Im 6.Rennen tritt mit Caracciola ein bereits Elfjähriger an, der eigentlich als Hindernispferd bekannt ist. Doch wenn er in den letzten Jahren gelegentlich in einem Flachrennen antrat, dann schnitt er meist auch gut ab.
Hinweisen möchten wir noch auf den Start eines ganz besonderen Pferdes Samstag um 18.10 Uhr in Newmarket. Es debütiert der drei Jahre alte Meydan City, der den Dubai-Scheichs 2006 in den USA sagenhafte 11,7 Millionen Dollar wert war - das war und ist absoluter Weltrekord. Die vorherigen Weltrekord-Ankäufe waren auf den Rennbahnen übrigens meist Flops.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco