Stutenderby: Preis der Diana in Düsseldorf
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 31 Juli 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus Zum Wettmarkt

14 Stuten bestreiten am Sonntag auf der Galopprennbahn in Düsseldorf das deutsche Stutenderby, den 151. Henkel-Preis der Diana. Es geht um ein Preisgeld von 400.000 Euro. Um 17.25 Uhr geh's los. Nachdem die große Vorabfavoritin Miss Europa aus Verletzungsgründen nicht antreten kann, ist die Frage nach der Siegerin offen wie nie.
Andererseits: auch im Falle eines Starts von Miss Europa wäre die Frage gewesen, ob ihre Hamburger Bezwingerin, die in München trainierte Night Magic, nicht doch die „wahre" Favoritin ist. Vielleicht wird sie wegen ihres Trainingsstandortes ein wenig unterschätzt. Die Leistungen waren aber tadellos, doch Miss Europa war in Hoppegarten auch schon stärker als Night Magic. Vielleicht muss die Favoritenrolle aber auch an die französische Gaststute Celimene fallen. Sie gewann die drei ersten Rennen ihrer Karriere, darunter eine Gruppeprüfung, und war Vierte im Prix des Diane in Chantilly, also im französischen Stutenderby. Das ist wirklich eine bärenstarke Leistung. Außerdem hat man sie eigens für immerhin 40.000 Euro nachgenannt. Sie gilt es wohl zu schlagen.
Genauso gut könnte aber Derbystarterin Bolivia siegen. Im Derby selbst galt sie als Mitfavoritin, war aber nur auf Rang 13 zu finden. Davor in dem erwähnten Rennen in Hoppegarten blieb sie zwar hinter der nicht laufenden Miss Europa, aber vor Night Magic, Soberania, Near Galante und Sworn Pro. Letztgenannte ist die Winterkönigin aus dem letzten Jahr. Da sie seitdem aber nicht überzeugen konnte, muss sie aktuell als Außenseiterin gelten. Das sind auch die anderen genannten Stuten. Sie werden von Andreas Wöhler trainiert, der Soberania bei passendem Rennverlauf durchaus Chancen zubilligt. Die Wahl seines Stalljockeys ist aber Power Penny. Diese kommt zwar aus einem „kleinen" Rennen, also einem Ausgleich III, ist aber noch ungeschlagen und sicherlich eine Stute mit sehr viel Potenzial, die kaum schon erkannt ist.
Drei Trainer sind doppelt vertreten. Der als Spezialist für große Stutenrennen geltende Andreas Löwe hat All Annalena und Forever Nadine im Rennen. Die eine war bereits in einem Listenrennen platziert, die andere gewann gerade erst eine Sieglosenprüfung. Da ist klar, wer stärker einzuschätzen ist. Die Außenseiterrolle fällt aber beiden zu. Bei dem in großen Rennen natürlich immer zu beachtenden Peter Schiergen ist die zuletzt in einem Listenrennen gegen u.a. einem später im Derby platzierten Hengst siegreiche Serienhoehe die Wahl von Stalljockey Andrasch Starke gegenüber Nina Celebre. Und dass Bolivia bei Waldemar Hickst über Quillaja steht, steht außer Frage. Auch wenn diese in Hamburg vor Sworn Pro, Near Galante und Andrea blieb, aber auch diese sind ja Außenseiterinnen.
Anjella wird immerhin vom Derbysiegtrainer Jens Hirschberger aufgeboten. Sie lief zuletzt in den 1000 Guineas, also in dem Klassiker über 1600 Meter (nicht wie nun über 2200 Meter), war dort chancenlos und wie beim Start zuvor hinter All Annalena.
Wie immer in so großen Rennen, gibt es im Vorfeld viele Meinungen über den Ausgang. Ich denke schon, dass Celimene eine harte Nuss sein wird, die es zu knacken gilt. Von den Deutschen schätze ich Bolivia, natürlich Night Magic, Serienhoehe aber durchaus auch Power Penny und Soberania als chancenreich ein.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
