Wetten auf Galopprennen: Wer gewinnt den Klassiker in Düsseldorf?
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 05 Juni 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Betfair bietet an diesem Sonntag (16.30 Uhr) das "German 1000 Guineas" auf der Galopprennbahn in Düsseldorf, ein klassisches Rennen. Nur einmal im Leben können Pferde solche Klassiker bestreiten, nämlich dreijährig. In den zur Gruppe II gehörenden 1000 Guineas laufen ausschließlich Stuten. Zwölf von ihnen kämpfen um ein Preisgeld von 125.000 Euro und vor allem um Ruhm und Ehre und Zuchtwert.
Welcher Pferdelady wird um 16.30 Uhr der große Triumph gelingen?
Vielleicht Addicted von Neu-Trainer Torsten Mundry, der bereits einige Erfolge vorweisen kann. Die Stute ist dieses Jahr unbesiegt und gewann ein Grupperennen gegen vier heutige Gegnerinnen. Es war allerdings durchaus knapp.
All Annalena war damals Vierte. Sie ist ohne Frage eine sehr gute Stute und nicht zuletzt deshalb gefährlich, weil Trainer Andreas Löwe eine Art Spezialist für dieses Rennen ist und es mehrfach gewann, meist mit Außenseiterinnen.
Anjella kommt aus dem mächtigen Gestüt Schlenderhan, das von Erfolg zu Erfolg eilt. Ein klassischer Sieg wenige Tage nach dem Tod der Gestütsbesitzerin wäre wie vom Schicksal bestimmt. Die Stute schlug sich letztes Jahr sogar gegen Hengste beachtlich, war beim Saisondebüt in dem bei Addicted erwähnten Rennen aber nur Sechste.
Entre Deux Eaux ist ein Gast aus Frankreich. Sie hat mit Abstand die meiste Erfahrung aller Starterinnen und schlug sich in Grupperennen so gut, dass sie hier nach vorne laufen kann. Man darf aber davon ausgehen, dass die Deutschen stärker sind.
Fabiana ist ein weiteres Pferd von Andreas Löwe. Für sie gilt das gleiche wie für All Annalena, hinter der sie zuletzt Fünfte war.
Lukrecia war als Zweite damals vor den beiden und nur knapp hinter Addicted. Da kann sich das Ergebnis durchaus umdrehen. Jockey Andrasch Starke (in der Nacht zuvor in den USA im Sattel) hat sie aus dem dreiköpfigen Aufgebot des Stalles von Peter Schiergen erwählt, was immer ein Hinweis ist, zumal Trainingsgefährtin Norderney noch nicht verlor. Lukrecia steht im bulgarischen Besitz.
Mambo Light gehört einem Millionär aus Kasachstan. Die Stute aus dem sehr erfolgreichen Stall von Andreas Wöhler zeigte letztes Jahr bereits sehr viel Talent, gewann aber erst im Mai ihr erstes Rennen. Und das locker und leicht. Sie gehört zu den Favoritinnen.
Muriel ist die dritte Starterin von Andreas Löwe und betrachtet man Jockey und Bestform auch tatsächlich die Nummer 3. Aber wie erwähnt: mit solchen Stuten war der Trainer schon mehrfach in diesem Rennen erfolgreich.
Alle bezwingen kann die englische Gaststute Penny's Gift. Sie war als Sechste in den 1000 Guineas in England nicht weit geschlagen, hat schon über eine Viertelmillion an Preisgeld gewonnen und muss hier erstmal besiegt werden.
Nicht vorstellbar sind im Grunde die sieglose Clarissa Directa und die dritte Schiergen-Stute Pariala. Überraschungen gibt es zwar immer wieder, aber in einem solchen Rennen, das wäre kein gutes Zeichen für den Wert der 1000 Guineas.
Ich denke, dass Pennys Gift beste Chancen haben wird. Man ist aber ja auch ein wenig Patriot. Von den Deutschen gefallen mir persönlich Mambo Light und Addicted am besten. Aber da klassische Rennen auch oft verrückt verlaufen, könnte sich die eine oder andere Außenseiterwette durchaus lohnen.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
