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Wer gewinnt den Klassiker in Dubai?

Pferderennen RSS / Marco Hoffmann / 13 Februar 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Jedes Land mit Galopprennsport in dieser Welt (vielleicht abgesehen von exotischen Orten) hat jedes Jahr so genannte klassische Rennen. Das bekannteste ist immer das Derby. Klassiker sind Rennen, die ein Pferd nur einmal im Leben, meist dreijährig, bestreiten und gewinnen kann. Und natürlich bietet auch Dubai bei seinem aktuell stattfindenden Racing Carnival Klassiker.

Waren in der vergangenen Woche die Stuten in den 1000 Guineas an der Reihe (es gewann eine Pferdedame aus Saudi-Arabien), sind es an diesem Donnerstag die Hengste in den UAE 2000 Guineas. Keine Überraschung, dass vor allem die großen Trainingsställe nach dem Sieg streben. 2007 und 2008 war der Südafrikaner Mike de Kock erfolgreich. Das veranstaltende Godolphin der Familie Maktoum wird mit Trainer Saeed bin Suroor alles daran setzen diese Serie zu stoppen. Und das sollte gelingen, wenn die Formen aus dem Vorbereitungsrennen eingestellt werden. Da siegte Desert Party überzeugend, ist auch die Wahl von Stalljockey Frankie Dettori. Trainingsgefährte Regal Ransom scheint aber nicht viel schwächer zu sein - er war am 22.Januar Zweiter. Beide blieben vor fünf heutigen Gegnern, darunter die de Kock-Schützlinge Blues and Rock und Rocks Off, die die Plätze Vier und Fünf belegten. Doch Godolphin hat noch einen dritten Hoffnungsträger - und zwar einen äußerst interessanten. Vineyard Haven gilt als Kandidat für das berühmte Kentucky Derby. Er scheint also sehr viel zu können. Der zweite Stalljockey sitzt im Sattel, aber wer weiß schon wie leicht sich Frankie Dettori mit seiner Entscheidung getan hat.

Auch in den übrigen sechs Rennen geht das Trainerduell de Kock gegen bin Suroor weiter, das der Lokalmatador in diesem Jahr recht deutlich beherrscht. Im 1.Rennen kann der Südafrikaner den Rückstand verkürzen, denn nur er hat Starter, nämlich zwei. Vom Jockey her ist Warsaw die Nummer 1. Er lief erst letzten Freitag, war Vierter, aber auf 200 Meter kürzerer Strecke. Wenn die Pause nicht zu kurz ist, kann es hier also mit einem Sieg klappen. Hamlool ist hingegen schwer einzuschätzen. Er stammt aus Australien, lief aber in Südafrika, wo er sich in besseren Rennen schwer tat.

Im 2.Rennen stellt wieder Godolphin den Favoriten. Platz 2 von Yamal am 29. Januar sah definitiv nach mehr aus. Konkurrent de Kock bietet Naples nach kurzer Pause auf. Dieser war am vergangenen Freitag nur Neunter in einem Rennen, das Fares als Außenseiter gewann.

Ein überraschend kleines Feld läuft im 3.Rennen. Familiar Territory tritt für Saeed bin Suroor an. Er war zuletzt in einem Grupperennen ohne Chance. Art Of War tritt für Mike de Kock an. Auf Platz 5 folgte letzten Freitag Platz 2, allerdings auf einer kürzeren Distanz. In diesem Rennen scheint so einiges möglich. Dynamic Saint und Glen Navis gewannen dieses Jahr bereits in Dubai. Meydan City kostete einst über 11 Millionen Dollar! Er ist eine Enttäuschung, muss sich steigern, wenn er sich platzieren soll.

Im 4.Rennen laufen Dreijährige. Die Trainergiganten bieten jeweils zwei Pferde auf. Von der Jockeywahl heißt es India Tiberina (starke Zweite beim Dubai-Debüt, letzte Woche in den 1000 Guineas nur Neunte) vor Indiscutible (zweimal enttäuschende Zehnte) und City Style (Listenpferd USA) über Jose Adan (zwei Siege in kleineren US-Rennen, Zweiter auf Gruppe-III-Level im September). Der Rest scheint wesentlich weniger zu können.

Rennen 5 ist ein Sprint, in dem ein Pferd trotz Höchstgewicht heraus stehen könnte: J J The Jet Plane aus Südafrika, natürlich von Mike de Kock trainiert. Ihm gelangen immerhin vier Siege in Folge, darunter auch in Gruppe-I-Rennen. Er scheint seinem Namen gerecht zu werden. Einzig logischer Gegner ist Star Crowned.

Zum Abschluss gibt es im 7.Rennen ein großes Feld. In großen Rennen mischte der Südafrikaner Oracle West bereits mit, doch aktuell ist er wohl noch ohne Chance. Da ist Godolphin mit Kirklees scheinbar besser besetzt. Platz 3 aus einem Grupperennen am 29.Januar sollte reichen. Er ist die Wahl des Stalljockeys gegenüber Once More Dubai. Doch ob auch für den Sieg langt? Der Australier Barbaricus scheint gefährlich. Er trat in seiner Heimat auf allen möglichen Distanzen an, von 1600 Meter bis 3200 Meter. Auf den hier geforderten 2000 Meter gewann er im November ein Gruppe-I-Rennen. Seinen Aufbaustart absolvierte er Mitte Januar, müsste also fit sein. Mike de Kock ist mit einem Exoten vertreten, denn Mr Brock lief zuletzt in Mauritius und gewann dort große Rennen. Aber einschätzen kann man das nicht.

Viel Glück beim Wetten, Euer Marco

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