Weiterer Sieg für Stargalopper Musir am Donnerstag in Meydan?
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 26 Januar 2012 / Kommentar schreiben Wettbonus Zum Wettmarkt

Um 15.45 Uhr beginnt am Donnerstag die Rennveranstaltung auf der Millionenrennbahn Meydan in Dubai. Sechs Rennen werden gestartet. Im Highlight hat mit Musir einer der großen Dubaistars seinen Auftritt und wird bestimmt so manch Wette auf sich vereinen.
Es handelt sich um das „Al Rashidiya" der Gruppe II. Mein Tipp ist wieder Musir, der Favorit aus Südafrika. Er gewann bereits in der Vergangenheit große Rennen in Dubai und war am 12.Januar überlegen, obwohl er kaum auf 100% gewesen sein dürfte. Das ist hier nun die Frage bei Presvis. Dieser ist ein ganz tolles und starkes Pferd, das die ganze Welt kennt. Fünf Mal gewann er bereits in Dubai, u.a. das bedeutende Dubai Duty Free 2011. Er muss aber speziell geritten werden, ist nicht mehr der Jüngste und hat seit Mai pausiert. Win For Sure muss ich nennen. Er triumphierte letztes Jahr bereits als Franzose in Dubai, was in Deutschland für Jubel sorgte. Er stammt nämlich aus unseren Landen, war hier Seriensieger. Der Name passt also. Nach einer Verletzung ist es sein Comeback. Rajsaman steht hier mit Gruppe-I-Platzierungen an der Spitze der chancenreichen Pferde. Er lief zuletzt im Dezember in Hongkong. Dubai kennt er, hat aber bei seinen beiden Starts enttäuscht. Marcret ist ein Italiener, der zehn seiner 23 Rennen gewinnen konnte. Er ist in Grupperennen platziert und ein interessanter Außenseiter. Sandagiyr gewann zwei von sechs Rennen in Frankreich, läuft nun für Godolphin. Verwunderlich, dass nicht Stalljockey Frankie Dettori reitet. Der sitzt auf dem gelegentlich platzierten Le Drakkar und auch nicht auf Godolphins zweiter Waffe City Style, einem frischen Sieger, der es nun viel schwerer antrifft. Nach Rating sind andere stärker. Nicht Trois Rois, der hat wenig Form. Bestimmt aber Musir.
Die Veranstaltung beginnt mit einem Sprint auf der All-Wetter-Bahn. Es gibt im 1.Rennen zweimal so etwas wie eine deutsche Verbindung. Signs In The Sand hat eine deutsche Mutter, kann aber nach aktueller Form eigentlich nur Außenseiter sein. Ob die Distanz ideal ist, ist auch fraglich. Tertio Bloom ist ein Schwede, der 2009 in der Silbernen Peitsche in Köln ohne Chance war. In Schweden ist der Sohn eines deutschen Deckhengstes meist im Endkampf. Er lief in Meydan zuletzt vernünftig, ist zu beachten. Aber vermutlich gibt es andere Favoriten. Enjoy Dubai ist ein typischer Ankauf von Trainer Mike de Kock: ein Gruppesieger aus Argentinien. Im Trial zu den 2000 Guineas überzeugte er nicht, könnte in einem Handicap aber gut untergekommen sein. Internationaldebut lief beim zweiten Dubaistart auf Rang 2. Beim Start zuvor war der Rennverlauf schlecht. Ihn wette ich und Ariete Arrollador. Dieser kommt aus Spanien, wo er zur Spitze gehört. Anfang Dezember siegte er auch in Deauville, ist Listensieger und der erste Dubaistart sah nach mehr aus. Er war Zweiter, wurde spät eingesetzt.
Von den zehn Startern in Rennen 2 haben drei eine Verbindung nach Deutschland. Captain Ramius hat eine deutsche Mutter. Er wird in England trainiert, kennt eigentlich nur gute Leistungen, beim Dubaidebüt fiel er nach Führung aber schnell zurück. Spectacle du Mars ist ein Franzose mit deutschem Vater. Der Stall ist in Dubai immer sehr gefährlich. Nach Rating steht er unter African Story, besiegte ihn aber letzten Mai. Dieser ist hier die Hoffnung von Godolphin. Silver Ocean kommt aus Schweden, ist dort aber nie gelaufen, sondern anfangs in England und dann in Italien, wo er auch trainiert wurde. Im September war er in München Zweiter in einem Grupperennen. Ich denke ich nehme African Story.
Silverside, Starter im 3.Rennen, gewann letztes Jahr die Goldene Peitsche in Baden-Baden (also das wichtigste deutsche Sprintrennen), ist weltweit angetreten und kennt auch Dubai. Gewonnen hat er hier bei sechs Starts aber nicht, war nur einmal Zweiter. Andere könnten stärker sein, denke ich. Wie Godolphins Time Prisoner, ein Gruppesieger aus Frankreich. Der erste Dubai-Start war ein versprechender Sieg. Oder wie Dark Matter. Dieser kommt aus Singapur, wo er mehrfach gewann. Er siegte auch im UAE 2000 Guineas Trial, wird aber nicht in dem Klassiker laufen, sondern geht nun ins Handicap. Diesen Winter liefen bisher alle Starter aus Singapur in Meydan stark. Er und Time Prisoner werden hier meine Wetten.
Im 4.Rennen glaube ich an einen weiteren Godolphin-Sieg. Capponi läuft für das Umfeld der Dubai-Herrscher und ist die Wahl des Stalljockeys. Nach langer Pause verkaufte er sich Anfang Januar als Zweiter gut. Und zwar hinter Sarrsar. Dieser lief in England in gut besetzten Handicaps und schlug sich achtbar. Eine Revanche ist möglich, beide haben für mich Chancen. Belgian Bill könnte eine Alternative sein.
Zum Abschluss im 6.Rennen glaube ich an einen (weiteren?) Sieg für Trainer Mike de Kock. Viscount Nelson wurde aus Irland geleast(!). Er war vor zwei Jahren Dritter in einem Gruppe-I-Rennen, hat nicht alle Erwartungen erfüllt, lief am 20.Januar aber gut in Meydan. Er sollte Favorit werden. Ritt des Stalljockeys von Godolphin ist Fallen Idol. Letztes Jahr war er u.a. in einem Listenrennen platziert. Zu erwähnen ist noch Al Shemali. Der war vor zwei Jahren einer der Stars beim Carnival nach seinem Sieg im bedeutenden Dubai Duty Free. Seitdem gewann er nicht mehr, war im Herbst aber in zwei kleinen Rennen in England platziert. Vielleicht erinnert er sich ja an seine Bestform.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco