Tag der St.Leger
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 12 September 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Regen und schweres Geläuf brachten das Galoppprogramm am letzten Wochenende in England und Irland vollkommen durcheinander. So wurde der gesamte Renntag in Haydock abgesagt und der Sprint Cup der Gruppe I wird nun diese Woche in Doncaster nachgeholt. Das irische Leopardstown verschob die Irish Champion Stakes, und somit sein wichtigstes Rennen des Jahres, wie den gesamten Renntag kurzfristig von Samstag auf Sonntag. Dennoch kam Supergalopper Duke of Marmalade nicht an den Ablauf, was natürlich äußerst schade war.
Diese Woche läuft hoffentlich alles reibungslos ab. Wetter-Kapriolen sind, zumindest in Europa, nicht angekündigt. Und das ist auch gut so. In Doncaster findet seit Mittwoch schließlich das St.Leger-Meeting statt, in dessen Mittelpunkt Samstag logischerweise das St.Leger steht. Dieses Rennen ist der letzte Klassiker der Saison. Es geht über 2800 Meter. Und im Gegensatz zu Ländern wie Irland und Deutschland laufen in der englischen Version tatsächlich nur Dreijährige, so wie es ursprünglich überall war. Mit Frozen Fire könnte ein in Irland trainiertes Pferd aus deutscher Zucht das mit 500.000 Pfund dotierte Rennen gewinnen. Es handelt sich immerhin um den aktuellen Triumphator aus dem Irish Derby. Das zwar nach viel Glück im Rennen und als Außenseiter, aber Klasse besitzt der von dem so oft an dieser Stelle genannten Spitzentrainer Aidan O'Brien vorbereitete Frozen Fire ohne Frage. Mit Top Lock trifft er auf den Drittplatzierten aus dem Deutschen Derby. Und das Rennen wurde am vergangenen Sonntag in Baden-Baden stark aufgewertet. Allerdings sind auch der wenig geprüfte Look Here, Conduit und die sogar noch unbesiegte Unsung Heroine im Endkampf vorstellbar. Startzeit ist um 16.10 Uhr.
Zuvor wird um 15.35 Uhr der vergangene Woche in Haydock ausgefallene Sprint Cup nachgeholt. Es geht um 165.000 Pfund. Zwar ist es nicht das bestbesetzte Gruppe-I-Rennen aller Zeiten, aber dennoch aufgrund der Offenheit lohnend zu bewetten. 16 Pferde treten an. Und wie immer gibt es mehrere Kandidaten mit realistischen Siegchancen. So sollten auf jeden Fall der in einem vergleichbaren Rennen erfolgreiche Equiano (damals noch ungewöhnlicherweise in Spanien trainiert), Corrybrough, die starke Französin African Rose, US Ranger aus Irland aber auch Utmost Respect auf den Wettschein. Dieser ist sogar der Favorit der Fachpresse, was aber auch nur bestätigt, dass der Sprint Cup ein Rennen ist, in dem es viele Pferde mit Chancen gibt. Es wird sicherlich auch auf den Rennverlauf ankommen
Auch in Irland ist Samstag St.Leger-Tag. Und zwar auf dem Curragh, wo es um 16.35 Uhr um immerhin 300.000 Euro geht. Wie angedeutet, laufen hier auch ältere Pferde. Oder besser gesagt: bis auf zwei Ausnahmen laufen nur ältere Pferde. Haushoher Favorit wäre Yeats. Er würde unter normalen Umständen für einen weiteren Gruppe-I-Sieg von Trainer Aidan O'Brien sorgen, denn er ist zweifellos der beste Extremsteher Europas, gewann dieses Rennen im Vorjahr. Und so richtig versagt hat er eigentlich nur einmal: letzten Oktober in Frankreich. Allerdings wird er, obwohl als Starter angegeben, vermutlich nicht antreten. Und zwar zu Gunsten seines Kronprinzen aus dem eigenen Stall Septimus. Da der Stalljockey ohnehin in Doncaster reitet, scheint diese Variante sehr wahrscheinlich. Genaueres wird man erst am Samstag sehen.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
