Start zum Cheltenham-Festival: Wer gewinnt das Champion Hurdle?
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 10 März 2009 / Kommentar schreiben
Es ist soweit: am Dienstag beginnt das Cheltenham-Festival. An vier Tagen, von Dienstag, bis zum Freitag,, gibt es Hindernissport der Superlative in dem kleinen Ort im südwestenglischen Gloucestershire. Insgesamt 230.000 Zuschauer werden auf der natürlich ausverkauften Rennbahn sein und 26 Rennen erleben, die mit zusammen gerechnet über 3,5 Millionen Pfund dotiert sind. Das Wetten wird sich lohnen.
Höhepunkt am Dienstag ist das Champion Hurdle. 24 Pferde laufen um ein Preisgeld von 370.000 Pfund. Als Favorit gilt Binocular, der erst einmal in seiner Karriere verlor und diese Saison sehr imponierte. Sicher kann man sich aber nicht sein. Im Vorjahr siegte Katchit vor Osana - beide darf man nicht vom Wettschein lassen. Eben so wenig wie Ashkazar, Celestial Halo, Crack Away Jack oder die alten Haudegen Brave Inca (Sieger 2006), Harchibald und Hardy Eustace (Sieger 2004 und 2005).
Im Auftaktrennen wird um 14.30 Uhr im „Williamhill.com Supreme Novices' Hurdle" der beste Nachwuchshürdler gesucht. Zwei Pferde aus dem 21köpfigen Starterfeld teilen sich die Favoritenrolle: der unbesiegte Torphichen von David Pipe und der Ire Cousin Vinny. Dieser erreichte bei seiner Generalprobe das Ziel nicht, verlor in Führung liegend am letzten Sprung seinen Reiter - übrigens einen Sohn des Trainers. Er sitzt wieder im Sattel, ist vielleicht ein negativer Faktor. Als Geheimfavorit kursiert ein Pferd mit dem Namen Aachen. Er ist nach drei Starts noch unbesiegt und käme vermutlich zu niedrigeren Quoten an den Start, wenn er aus einem größeren Trainingsquartier käme.
Im 2.Rennen, der „Irish Independent Arkle Challenge Trophy Chase" sieht man mit Gauvain den ersten Ex-Deutschen. Er gewann kürzlich ein Grupperennen, trifft es nun gegen 17 Gegner aber natürlich um einiges schwerer an. Andererseits gibt es keinen klaren Favoriten. Auch die Experten können sich nicht einigen, ob Tatenen, Calgary Bay, I'msingingtheblues oder doch der Ire Forpadydeplasterer die beste Wette sind.
24 Pferde laufen in der „William Hill Trophy Handicap Chase". Und natürlich ist auch dieses Rennen ein fast schon ultimatives Wetträtsel. Wichita Lineman wird sicherlich auf zahlreichen Wettscheinen zu finden sein, aber imponiert hat er auch bei seinen Siegen nicht. Der oft von Verletzungen zurück geworfene Star De Mohaison ist fraglos eine Alternative. Oder Possol. Oder der Franzose Millenium Royal.
Rennen 5 ist eine Cross Country Chase, also ein Jagdrennen über eine extrem weite Strecke (knapp 6200 Meter) und mit über 30 Sprüngen. Ein Trainer, der auf derartige Rennen spezialisiert ist, ist der Ire Enid Bolger. Vier Pferde bietet er auf. L'ami hat die größte Klasse, aber Garde Champetre und Heads Onthe Ground stehen ihm wenig nach, haben auch in Cheltenham bereits starke Formen gezeigt.
Den Abschluss bildet am Dienstag das „David Nicholson Mares' Hurdle", also ein Hürdenrennen für Stuten. Die diese Saison unbesiegte Ex-Deutsche United gilt als Favoritin. Gibt es keine unvorhergesehenen Zwischenfälle, können ihr eigentlich nur Chomba Womba und die Irin Quevega gefährlich werden.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco