Start zu Royal Ascot
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 15 Juni 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Royal Ascot, das ist das Galoppsportmeeting der Queen auf der königlichen Rennbahn. Die Damen tragen große Hüte, die Männer Smoking und Zylinder. Besitzer und Trainer sind dazu sogar verpflichtet. Die Jockeys nicht, zumindest wenn sie auf dem Pferd sitzen. Und die Zuschauer feiern mit Champagner. Sie können alle Rennen von Dienstag bis Samstag natürlich im BETFAIR LIVE VIDEO sehen.
Los geht es Dienstag um 15.30 Uhr. Und zwar standesgemäß mit einem Gruppe-I-Rennen. Es handelt sich bei den „Queen Anne Stakes" um ein Meilen-Rennen. Neun Pferde sind am Start. Das interessanteste kommt aus dem doppelten Aufgebot der Scheichs aus Dubai, die ihre vermeintlich besten Pferde bekanntlich unter dem Banner „Godolphin" laufen lassen. Der frühere Italiener Gladiatorus war nämlich einer der Stars beim Dubai Racing Carnival im vergangenen Winter. Er blieb in drei Rennen unbesiegt, nachdem er zuvor sehr lange pausiert hatte. Besonders sein letzter Sieg am World Cup-Tag war ein wahrer Triumphzug. Er dominierte das Rennen Start-Ziel. Nun muss er in England beweisen, dass er immer so tolle Leistungen abrufen kann. So ein wenig verwundert die Jockeybuchung, aber der junge Ahmed Ajtebi hat den Hengst schließlich auch in Dubai immer geritten. Vielleicht sitzt Lanfranco Dettori also nicht ganz freiwillig auf Alexandros. Ein richtig gutes Pferd ist auch Paco Boy. Er enttäuschte zwar bei seinem letzten Start als haushoher Favorit, doch man sah, dass ihm die Meile auf schwerem Boden zu weit wurde. Sollte es also regnen, ist er vielleicht nicht die beste Wette. Bei idealen Bedingungen kämpft er um den Sieg mit. Vom Rest gefällt noch Main Aim. Er ist 2009 noch unbesiegt. Doch dass er die beiden Favoriten bezwingen kann, daran glaube ich nicht unbedingt.
Die folgenden „King's Stand Stakes" sind ein Sprintrennen über 1000 Meter. Das Rennen ist international besetzt durch den US-Amerikaner Cannonball, den Australier Scenic Blast und den zuletzt in Singapur gelaufenen Südafrikaner Mythical Flight. Diese kann man aber nur schwer einschätzen. Die Erfahrung lehrt, dass vor allem die Australier starke Sprinter haben. Stärkster Engländer ist wohl der junge Amour Propre, der seine vier letzten Rennen gewann und dabei sehr imponierte. Zuletzt blieb er vor dem Namenswettern bekannten Hoh Hoh Hoh, der in guter Form läuft und vielleicht in der Platzierung überraschen kann. In guter Verfassung und vielleicht eine Wette wert sind auch Fleeting Spirit, Borderlescott, Tax Free und Equiano, der dieses Rennen im Vorjahr gewann. - Ich denke, dass es einen australischen Sieg geben könnte. Aber man wird sehen wie gut Amour Propre ist.
Auch Rennen 3 gehört zur Gruppe I. In den „St James's Palace Stakes" laufen zehn Meiler, darunter der irische 2000 Guineas Sieger Mastercraftsman als Favorit. Er wird von Aidan O'Brien trainiert und ist natürlich dessen Nummer 1 gegenüber Born To Be King und Set Sail, von denen mindestens einer als Pacemaker fungieren dürfte. In besagtem Klassiker war Delegator deutlich hinter dem Favoriten, zuvor in den 2000 Guineas in Newmarket als Zweiter aber vor ihm. Hinter beiden war schon Evasive, ist aber Platzkandidat. Das ist auch Soul City, der in den Irish 2000 Guineas Dritter war. Vom Rest gefallen Intense Focus und Orizaba (Godolphin) am besten. Doch es ist fraglich, ob sie Mastercraftsman schlagen können. Einzig wenn der Boden schwer sein sollte, könnte es für den Favoriten schwer werden. Denn am Boden scheiterte er damals in Newmarket.
Rennen 4 ist ein Gruppe-II-Rennen für Zweijährige. Da die Pferde allesamt unerfahren sind, kann man eigentlich nur raten. Mehr aus Gefühl und Verlegenheit fällt meine Wahl auf Canford Cliffs und No Hubris.
Rennen 5 ist eines der unglaublich schwer zu bewettenden Handicaps. 20 Pferde laufen und als Favorit gilt Sesenta. Doch es kann auch anders kommen. Auch Woolfall Treasure, Judgeofthemoment, Royal Rationale oder vielleicht sogar Liberate (deutscher Vater) haben Chancen. Es geht über die sehr weite Distanz von 4000 Metern.
Im 6. Rennen läuft George Baker. Das Pferd. Vom Trainer George Baker. Mit Jockey George Baker. Eine wahrlich seltsame Kombination. Mit einem Erfolg ist aber nicht zu rechnen, die Bakers sind große Außenseiter. Wenn 22 Zweijährige laufen, ist aber alles möglich. In England glaubt man an Mister Manannan, den unbesiegten Angel's Pursuit und Stand And Fight. Doch wie gesagt: alles ist möglich. Vielleicht ja sogar George Baker.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
