Start zu „Glorious Goodwood"
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 29 Juli 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Einer der Höhepunkte des englischen Galoppsommers ist das Meeting „Glorious Goodwood", das alljährlich Ende Juli stattfindet. Von Dienstag bis zum Samstag gibt Spitzengalopprennsport mit zahlreichen Grupperennen. Auch Starts deutscher Pferde sind angekündigt. Bei uns finden Sie jeden Tag an dieser Stelle ein Ausblick auf die Rennen des Nachmittags.
Das Meeting beginnt am Dienstag um 15.15 Uhr deutscher Zeit. Es gibt sieben Rennen, von denen gleich drei zur Gruppekategorie, also zur Champions League des Galopprennsports, gehören. In den „Betfair Gordon Stakes" treten um 15.50 Uhr sechs Dreijährige über 2400 Meter an. Kleine Felder versprechen oft große Gelder, also Gewinne, und so könnte es auch hier kommen. Gänzlich ohne Chance ist nämlich keiner der Hengste. Von der Logik her müsste Conduit aus dem mächtigen Stall von Sir Michael Stoute weit vorne zu erwarten sein. Er war bei Royal Ascot in einem stärker besetzten Rennen nämlich nur von einem Pferd geschlagen, das diese Leistung am vergangenen Samstag mit einer Platzierung durchaus aufwertete. Hebridean lief im gleichen Rennen und war chancenlos Neunter. Dennoch darf man ihn nicht zum Außenseiter erklären, hatte er zuvor doch zwei Rennen gewonnen und war zweimal platziert gelaufen. Und: er wird vom irischen Spitzentrainer Aidan O'Brien trainiert, der derzeit bekanntlich vor allem in Grupperennen von Sieg zu Sieg eilt. Aber wie gesagt: keiner der Starter ist ohne Chance. Genau so gut kann der Sieger Bouguereau oder Scintillo heißen. Oder Donegal bzw. Alan Devonshire, der sicherlich für die höchste Quote sorgen würde.
Im folgenden „Betfair Cup" geht es über 1400 Meter. Es ist ein Duell von vier Dreijährigen mit fünf Älteren. Interessant ist vom „Nachwuchs" sicherlich Il Warrd. Er startet für die Herrscher-Familie aus Dubai, lief zuletzt bei Royal Ascot als Zweiter stark und kam bereits vor dem damals viertplatzierten Stimulation ein. Paco Boy kommt aus einer Pause, lief zuletzt aber in einem klassischen Rennen in Frankreich. Als Zweite in einem Gruppe-I-Rennen könnte Ínfallible aber das zu schlagende Pferd sein. Stärkster der Älteren ist nach aktueller Form der äußerst zuverlässige King of Dixie.
Drittes und letztes Grupperennen sind die folgenden „Betfair Molecomb Stakes" für die Zweijährigen. Derartige Rennen sind immer als Wetträtsel zu bezeichnen, weil man die jungen und unerfahrenen Pferde kaum einschätzen kann. Es kommt auch häufig zu Formschwankungen, vor allem so früh im Jahr. Umso schwerer ist es, wenn wie diesmal 15 laufen, darunter ein Debütant (Noverre To Hide - vermutlich Außenseiter) und zwei noch unbesiegte Pferde (Art Preview und Bonnie Charlie - jeweils nach nur einem Start). Die Fachpresse glaubt an Spin Cycle. Doch warum nicht Flashmans Papers? Er hat eine deutsche Mutter, war bei vier Starts zweimal Dritter, einmal Sieger und zuletzt guter Vierter bei Royal Ascot.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco