Sprinter aus aller Welt am Abschlusstag von Royal Ascot
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 19 Juni 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Samstag endet das diesjährige Royal Ascot. Noch einmal präsentiert sich die Queen dem Publikum, noch einmal gibt es großen Sport. Und noch einmal stehen die Sprinter im Mittelpunkt. Sie können alle Rennen von Royal Ascot natürlich im BETFAIR LIVE VIDEO sehen.
Wie am Dienstag bestreiten die Kurzstreckenspezialisten das Hauptereignis. 15 Pferde laufen in den „Golden Jubilee Stakes" um 16.45 Uhr. Es geht um 450.000 Pfund. Am Dienstag gewann in einem Rennen über 1000 Meter (hier geht's über 1200 Meter) ein Pferd aus Australien. Und auch hier ist mit einem internationalen Sieg zu rechnen. Vielleicht wieder für Australien. Takeover Target ist eine Legende. Er kennt diese Bahn, war hier schon erfolgreich. Im Alter von 10 bummelt er locker um die Welt und gewinnt seine Rennen. 40 Starts mit 21 Siegen stehen zu Buche für den Wallach, den sein Trainer einst für ganz kleines Geld vor dem Schlachter gerettet hat. Favorit ist aber J J The Jet Plane, ein Starsprinter aus Südafrika. Bei der Generalprobe in England überzeugte er vollauf. Sacred Kingdom kommt aus Hongkong, wo er einer der Spitzensprinter ist. Er gewann 12 seiner 18 Rennen. Ialysos kann für Griechenland siegen, auch wenn er genau genommen jetzt in England trainiert wird. Er hat noch nie(!) verloren. Cannonball ist ein Amerikaner. Dienstag war er Sechster. Godolphin hofft auf Diabolical. In Dubai lief er nicht schlecht, war zuletzt auch in Singapur platziert, aber hinter Sacred Kingdom. Am Start sind auch eine Reihe von Iren und Engländern. Am stärksten sind vermutlich King's Apostle und Kingsgate Native. - Ich glaube, dass es einen „exotischen" Sieg geben wird. Der Siegpreis geht entweder nach Hongkong, Südafrika oder Australien - oder doch nach Griechenland? Dann wäre die Quote wirklich lohnend.
Im zweiten Grupperennen des Tages, den Hardwicke Stakes (Rennen 2), laufen neun Pferde. Favoriten sind Doctor Freemantle (gewann sein einziges Rennen in diesem Jahr), Bronze Cannon und Campanologist (Godolphin; wie oft genug erwähnt: die Stallform ist ein Problem). Und normalerweise kommt der Sieger aus dieser Gruppe.
Der letzte Tag von Royal Ascot beginnt um 15.30 Uhr mit einem Listenrennen für Zweijährige. Wie bereits mehrfach an dieser Stelle geschrieben: die jungen Pferde haben wenig Erfahrung, deshalb sind sie schwer einzuschätzen. Immer zu beachten sind natürlich die ganz großen Ställe und hier insbesondere Aidan O'Brien. Bei ihm dürfte der bereits erfolgreiche Emperor Claudius über Beethoven stehen. Er ist nicht der einzige Trainer mit mehreren Startern. Bei Mark Johnston ist der nach einem Start unbesiegte Shakesperean wohl über Step In Time und Bikini Babe zu stellen. Bei Richard Hannon steht Big Audio als erfahrenes aber halt siegloses Pferd über Bun Oir (dessen Mutter „Fraulein" heißt). Nicht verloren haben bisher Meglio Ancora und Aerodynamic. Alle schlagen kann aber der in den USA trainierte Honor In Peace. Die Pferde aus dem Ward-Stall liefen mit einer Ausnahme bei Royal Ascot alle gut.
Im 4.Rennen sprinten 28 Pferde. Man kann nur raten. Advanced (deutsches Blut), High Standing, Jimmy Styles und Genki könnten vorne dabei sein.
Rennen 5 ist ein weiteres Handicap. Hier gilt ähnliches. Hatton Flight, Drill Sergeant und Dansili Dancer sind zumindest die offiziellen Favoriten.
Royal Ascot endet dann mit einem Rennen für Extremsteher. Und vielleicht gibt es einen deutschen Sieg. Caracciola ist unvergleichlich. Im Alter von 12 ist er in der Form seines Lebens. Und zwar nicht in seinem eigentlichen Metier über Hindernisse, sondern in besseren Flachrennen. Er gewann zuletzt ein Listenrennen, was in seinem Alter noch nie einem Pferd in England gelang. Und eigentlich ist er auch in den „Queen Alexandra Stakes Conditions Race" das beste Pferd.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
