Newbury und Newcastle mit Grupperennen über Sprünge
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 28 November 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Das letzte Wochenende war für alle Wetter, die sich an Formen orientieren und mit Favoritensiegen liebäugeln, sehr bitter. Die wenigsten Favoriten gewannen, weder in den kleinen noch in den großen Rennen, wo man eigentlich nie von Außenseitersiegen ausgeht. Sogar Kauto Star, einer der Stars der Szene, bezog eine nicht zu erwartende Niederlage. Er fiel und verlor seinen Jockey, hätte sonst vermutlich die erwartete Rolle gespielt. Das glauben zumindest die Experten. Aber gerade im Galopprennsport gibt es immer schnell das nächste Rennen. Großer Sport wird in diesen Tagen vor allen in Newbury geboten, mit dem Hennessy Winter Festival. Bereits Donnerstag und Freitag fanden große Rennen statt. Freitag ist zum Beispiel Kicks For Free heißer Favorit im einzigen Grupperennen um 15.40 Uhr. Er genießt einen gigantischen Ruf.
Höhepunkt des Festivals ist aber fraglos der Samstag. Dann stechen besonders zwei Rennen aus dem Programm heraus. Zum einen das „Long Distance Hurdle" um 15.05 Uhr. Wie der Titel bereits besagt: es handelt sich um ein Hürdenrennen über eine lange Distanz, nämlich mehr als drei Meilen. Neun Pferde laufen um 50.000 Pfund. Seit Jahren bestimmt Inglis Drever das Geschehen in derartigen Rennen. Sonderbarerweise versagt er meist nur bei seinem letzten Jahresstart, nie beim ersten. Und eigentlich immer nur auf der Bahn von Aintree, die er scheinbar nicht mag. Dort wurde er letztes Jahr von Blazing Bailey besiegt, der, wenn nicht alles täuscht, immer ein wenig braucht, um zu Saisonbeginn in Schwung zu kommen. Diese beiden sind die Favoriten des Rennens, werden aber natürlich auch nicht jünger. Vielleicht ist Pettifour und dem jungen Mobaasher deshalb eine Überraschung zuzutrauen.
Der Hennessy Gold Cup 35 später Minuten sieht dann gleich 17 Pferde am Start. Derartige Rennen sind im Grunde immer Wetträtsel und schwer zu bewetten. Es gibt keinen klaren Favoriten, dafür aber zahlreiche chancenreiche Pferde. Interessant ist auf alle Fälle der Ex-Deutsche Air Force One. Sein Trainer glaubt an große Siege in diesem Jahr. Platz 2 vom Saisondebüt bedeutet nicht viel: es fehlte einfach an Kondition. Die Leistung war dennoch mehr als ordentlich und machte Mut. Vielleicht folgt heute der große Schlag. Zur erweiterten Favoritengruppe zählt der Wallach ohne Zweifel. Und zwar gemeinsam mit Big Buck's, Character Building, Island Flyer und Oedipe. Aber diese Aufzählung wird in einem derartigen Rennen kaum vollständig sein.
Nicht unterschlagen werden darf, dass das bedeutendste Rennen am Samstag nicht in Newbury sondern in Newcastle gelaufen wird. Und zwar um 16.30 Uhr deutscher Zeit. Im Fighting Fifth Hurdle, das sogar zur Gruppe I gehört, also zur höchstmöglichen Kategorie, laufen acht Pferde um ein Preisgeld von 100.000 Pfund. Mit Noble Alan tritt ein Pferd aus deutscher Zucht an, dem eine große Zukunft prophezeit wird. Im Gegensatz zu den meisten seiner Gegner besitzt er aber wenig Erfahrung und das dürfte ein Nachteil sein. Offiziell werden hohe Quoten erwartet. Favorit ist Punjabi, ebenfalls ein noch junger Wallach mit viel Talent. Man wird sehen, ob er bereits gut genug für diese Klasse ist. Und gut genug, um alte Haudegen, wie den nicht leicht zu reitenden Harchibald (er stoppt ab, wenn er in Führung liegt, gewinnt deshalb nur selten) oder Sublimity zu besiegen.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
