Millionenrenntag in Dubai - mit deutscher Beteiligung
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 30 März 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Um absolut sagenhafte 21,25 Millionen US-Dollar an Preisgeld geht es am Samstag beim Millionenrenntag rund um den Dubai World Cup auf der Rennbahn Nad Al Sheba in Dubai. Auf ein Araberrennen folgen ab 14.40 Uhr sechs Rennen der Sonderklasse mit dem mit 6 Millionen Dollar dotierten Dubai World Cup als Abschluss. Siegt der in den USA trainierte Favorit Albertus Maximus oder doch der Südafrikaner Asiatic Boy? Oder krönt Godolphin für die Herrscher-Familie von Dubai den erfolgreichen Carnival mit einem Triumph von My Indy? Zuvor um 17.40 Uhr tritt der deutsche Hoffnungsträger Quijano im Dubai Sheema Classic an. Nach einer starken Generalprobe hat er durchaus Chancen.
In den Emiraten, Saudi-Arabien, USA, Japan, Hongkong, Australien, England, Irland, Frankreich und Deutschland trainierte Pferde kommen an den Start. Eine Auflistung der Geburtsländer würde den Rahmen sprengen. Internationaler geht es kaum. Letztes Jahr gelang der herrschenden al Maktoum-Familie (also Godolphin) am World Cup-Tag enttäuschenderweise kein Sieg. Das dürfte sich dieses Jahr ändern.
Im Dubai World Cup, der als 7.Rennen um 18.30 Uhr gestartet wird, hat man mit My Indy Chancen. Der Hengst ist toll gesteigert. Es geht auf der Sandbahn über 2000 Meter. Der große Favorit kommt wie im Vorjahr aber aus den USA. Albertus Maximus gilt als DER Favorit. Dem Amerikaner gelangen bei neun Starts aber „nur" drei Siege und drei Platzierungen. Er gewann zwar eine Generalprobe, ist aber kein so imponierendes Pferd wie Vorjahressieger Curlin. Die Distanz ist angeblich auch nicht ideal. Dieser Favorit ist also eventuell zu schlagen. Der Trainer weiß aber was erwartet wird, er gewann den World Cup vor zwei Jahren. Asiatic Boy war im Vorjahr Zweiter in diesem Rennen, vor Well Armed. Der große Triumph kann dem Südafrikaner in diesem Jahr gelingen. Nun ist er auf 100%, nachdem er zuletzt einmal My Indy unterlag und am Super Thursday bereits locker siegte.
Zuvor im 6.Rennen stellt sich die Frage wie der deutsche Hoffnungsträger Quijano dieses Jahr im Dubai Sheema Classic abschneidet. 2007 war der von Peter Schiergen für das Gestüt Fährhof trainierte Wallach nach einer Siegesserie Siebter, im letzten Jahr Vierter. Und die Generalprobe stimmt sehr optimistisch. Damals gewann Front House. Die Südafrikanerin zeigte sich toll gesteigert. Von ihr wird diesmal noch mehr erwartet. Sie ist die Nummer 1 von Trainer Mike de Kock, steht diesmal aber gegenüber Quijano ungünstiger im Gewicht. King of Rome (letztes Jahr Starter im Deutschen Derby) und Purple Moon (der Engländer war letztes Jahr Zweiter in einem großen Rennen in Hongkong und erscheint sehr gefährlich) waren hinter den beiden. Zu beachten sind noch Youmzain und Doctor Dino. Beide trafen mit wechselnden Ergebnisse auf Quijano. Eastern Anthem gewann zweimal beim Carnival. Und das, nachdem Godolphin ihn verkauft hat. Hier bestehen deutsche Verbindungen, denn seine Mutter stammt aus Deutschland.
Das Dubai Duty Free ein Rennen zuvor scheint sehr offen zu werden. Es kommt das erste Pferd aus deutscher Zucht an diesem Nachmittag an den Start. Lady Marian wurde aus Deutschland für einen sehr hohen Preis an Godolphin verkauft. Im Herbst gewann sie den berühmten Prix de l'Opera in Longchamp und ist eine wahre Championesse. Dass Starjockey Frankie Dettori sie erwählt hat, weist auf sehr gute Trainingsleistungen. Einzig die Distanz erscheint vielleicht etwas kurz. Ebenfalls chancenreich sein dürften die Japanerin Vodka, Hyperbaric und Kip Deville aus den USA, Godolphins zweite Wahl Creachadoir (hat seit Mai pausiert), der Vorjahresdritte Archipenko, Tuesday Joy aus Australien, Presvis und der in England als Favorit geltende Paco Boy
In der Godolphin Mile (Rennen 2 um 14.40 Uhr) könnte es bereits einen Sieg für Godolphin geben, denn die Familie Maktoum ist mit gleich zwei chancenreichen Kandidaten vertreten: Two Step Salsa und Gayego.
Im folgenden Derby der Emirate war in den letzten Jahren oft Trainer Mike de Kock erfolgreich. Überraschend hat er dieses Jahr keinen Starter, so dass der Sieg eigentlich auch hier an Godolphin gehen müsste, das gleich drei chancenreiche Starter hat. Es sieht sehr nach Desert Party aus.
Im folgenden Dubai Golden Shaheen treten die Sprinter ein. Eigentlich müsste es einen amerikanischen Sieg geben. Indian Blessing ist die klare Favoritin. 12mal startete der US-Stute. Es gelangen neun Siege (auch in großen Rennen), sowie drei zweite Plätze. Besser geht es kaum. Möglich sind dann der Saudi Big City Man, Diabolical für Godolphin, Lucky Quality aus Hongkong und der Franzose Marchand D'Or.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
