Seejagdrennen am Dienstag in Hamburg
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 29 Juni 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Es sind die zwei speziellsten Rennen der gesamten Derbywoche, die am Dienstag in Hamburg anstehen: Zum einen der Lange Hamburger für die Extremsteher. Zum anderen das Seejagdrennen, in dem die Pferde nicht nur springen, sondern auch schwimmen. Dieses Spektakel wird sogar in England fasziniert betrachtet, weil es dort kein vergleichbares Rennen gibt.
Im Seejagdrennen laufen nur fünf Pferde um 18.55 Uhr, darunter aber mit Fiepes Shuffle das aktuell vermutlich beste deutsche Hindernispferd. Der von Christian von der Recke trainierte Wallach war im Dezember sogar in einem Gruppe-II-Rennen in England erfolgreich. So etwas kann sonst natürlich keiner seiner Gegner vorweisen. Er geht seine Rennen gerne von der Spitze aus an, auch das ist sicherlich ein Vorteil. Das einzige (neben der langen Pause aus der er kommt) was gegen ihn spricht, ist der See. In einem Seejagdrennen in Bad Harzburg scheiterte er nämlich letztes Jahr am Wasser. Sollte alles glatt gehen, kommen eigentlich nur Bernaar und Boccatus für die Plätze 2 und 3 in Frage. Und zwar in dieser Reihenfolge, denn in Bremen waren sie hinter einem später noch einmal erfolgreichen Gegner bereits Zweiter und Dritter und dabei deutlich voneinander geschlagen. Nilex war damals Vierter. Inoui lief erst am Wochenende und schlug sich als Vierter über Hürden viel besser als gedacht. Dennoch wäre ein Platz weit vorne eine große Überraschung. - Ich gehe eindeutig mit Fiepes Shuffle.
Im Langen Hamburger geht es um 20.000 Euro und über 3200 Meter. Zehn Pferde laufen, darunter auch die Engländerin Si Belle. Sie lief letztes Jahr einmal in Köln und war vor Brisant aber hinter Valdino und kennt somit zwei Mitfavoriten. Brisant ist in solchen Rennen immer zu beachten. Valdino war letztes Jahr der beste deutsche Extremsteher. Er hat aber von seinem Nimbus eingebüßt, konnte drei Mal nicht so ganz überzeugen. Andererseits zeigte er kürzlich Aufwärtstrend, als er bereits vor Satier einkam. Dieser kann das Ergebnis aber umdrehen, denn zum einen handelte es sich um seinen ersten Start nach langer Pause, zum anderen steht er diesmal günstiger im Gewicht. Von den übrigen Pferden ist vor allem Limatus zu nennen. Der Wallach ist immerhin Vorjahressieger und da Pferde einen Biorhythmus haben und der Lieblingsjockey im Sattel sitzt, könnte sich eine Wette lohnen. Denn die Quote wird nicht niedrig sein.
Der Dienstag ist in Hamburg auch ein Tag der Traber, die vier Rennen im Rahmenprogramm bestreiten. Das mag manch einer als störend empfinden, aber es wirft einen Blick in die Zukunft, schließlich soll Hamburg-Horn in zwei Jahren zu einer kombinierten Trab- und Galopprennbahn ausgebaut werden.
In den weiteren vier Galopprennen, die es ab 17 Uhr gibt, ist das Wetten ungleich schwerer als in den Hauptrennen. Chancen haben dürften Saba Dancer, Gelon, Zanello, Benedetto (1.Rennen), Saldenlöwe, Gangster (3.Rennen), Fantastic Evening, Summercatch (9.Rennen) sowie Rofanio und Estima Directa (10.Rennen).
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco