Stuten-Derby und zwei Grupperennen in Dubai
Grupperennen
/ Marco Hoffmann / 25 Februar 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Leider kam es in der Vorwoche nicht zu einem deutschen Sieg in Dubai. Einen solchen hatte man durchaus erhoffen können. Gute Rennen liefen die deutschen Starter dennoch, vor allem die Stute Peace Royal, die abermals Vierte wurde. Sie hat auch an diesem Donnerstag eine Nennung. Und zwar im mit 200.000 Dollar dotierten „Al Quoz Sprint" der Gruppe III. Doch ob sie wirklich läuft? In der Fachpresse kündigt ein Mitbesitzer einen Nichtstart an, doch das Interview wurde vor der Starterangabe gemacht.
Leicht würde es fraglos nicht werden. Peace Royal kam letzte Woche auf einer weiteren Strecke erst am Ende angeflogen, so dass sich die Frage stellt, ob die diesmalige Distanz ideal ist. Allerdings steht auch hinter dem wohl besten Pferd im Feld ein Fragezeichen. J J The Jet Plane, ein Star in Südafrika und Seriensieger, enttäuschte bei seinem ersten Dubai-Auftritt und war beileibe kein Flugzeug. Das mag aber daran gelegen haben, dass er auf Sand nicht klar kommt. Diesmal geht es über Gras. Godolphin, bekanntlich gerade in Dubai immer eine Wette wert, vertraut auf Hatta Fort, der Anfang Februar gewann, anschließend aber nur Sechster war. Start ist um 18.15 Uhr.
Zwei Rennen später treten die Meiler in der „Zabeel Mile" an. Gleich vier Pferde bietet Trainer Mike de Kock in diesem Grupperennen auf. Die Nummer 1 ist Archipenko - nach Bestform, Rechnung und Jockeywahl. Fragt sich bloß, ob nicht auch er einen Aufbaustart benötigt, wie so manch Trainingsgefährte. Nummer 2 im Aufgebot ist jedenfalls der letztjährige Starter im deutschen Derby King Of Rome (der kein Meiler ist) vor Biarritz (zweimal in Dubai platziert gelaufen) und Brave Tin Soldier (vergangene Woche nur Achter). Godolphin bietet mit Tam Lin ein US-Pferd auf, das einen Gruppe-II-Sieg vorweisen kann.
Im Grunde sind die UAE Oaks das wichtigste Rennen am Donnerstag, also das Stuten-Derby der Emirate. Es handelt sich jedoch „nur" um ein Listenrennen, das aber mit 250.000 Dollar äußerst lohnend dotiert ist. Da die ebenfalls als klassisch bezeichneten 1000 Guineas über einen nur 200 Meter kürzeren Weg führten, ist das Ergebnis dieses Rennens einiges wert. Es gewann So Shiny aus Saudi Arabien in bemerkenswertem Stil. Sie trägt nun viel Gewicht. Starke Zweite war Earth Living aus Japan vor der überraschenden Purple Sage, Ever Loved, Esta Bailando (zweite Wahl aus Saudi Arabien), Fire Sale (deutscher Besitzer), SOS Brillante (hat einen imponierenden Sieg nicht bestätigt) und der als Favoritin angetretenen Devotee. Sie enttäuschte, ist aber dennoch wieder die erste Wahl von Godolphin, denn Stalljockey Frankie Dettori hat sie wieder erwählt. In den USA war die Stute Dritte in einem Gruppe-I-Rennen.
Die restlichen Rennen sind wieder wahre Wetträtsel. Im 1.Rennen könnten Miss Gorica, Leandros und Grantley Adams Chancen besitzen, im 2.Rennen Godolphin mit Calming Influence.
Rennen 3 ist ein Handicap mit sehr guten Pferden. Vor allem ist an Jalil zu denken, letztes Jahr Siebter im Dubai World Cup, davor für Godolphin mehrfacher Gruppesieger. Höchstgewicht, Pause und dass Godolphin ihn verkauft hat, geben jedoch zu denken. Man bietet stattdessen Familiar Territory auf. Er war zuletzt Zweiter. Zweite Wahl vom Jockey her ist Irish Mayhem, der vergangene Woche als Zweiter aber gut lief. Mike de Kock vertraut auf seinen frischen Sieger Art Of War sowie auf Mr Brock, der zweimal Vierter war und seine besten Leistungen auf Mauritius(!) zeigte.
Das 4.Rennen führt über weite 3200 Meter. Favorit ist sVeracity von Godolphin. Der Sohn eines deutschen Deckhengstes war letzten Herbst in Frankreich in einem Gruppe-I-Rennen platziert und hier vor einigen Wochen über eine 450 Meter kürzere Strecke nur minimal geschlagen Zweiter. Er blieb bereits vor mehreren seiner heutigen Gegner.
Im 8. und letzten Rennen kann man vermutlich am ehesten mit einem englischen Sieg durch
Presvis, Hearthstead Maison oder Halicarnassus (Sieger bei seinem vorletzten Start) rechnen. Oder mit Barbaricus aus Australien. Dieser war zum Dubai-Einstand sehr guter Dritter.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco