Generalproben auf hohem Niveau am Samstag in Lingfield
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 08 Mai 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Am letzten Wochenende wurden die ersten Klassiker des Jahres gelaufen. Sowohl in den 1000 Guineas bei den Stuten, als auch in den 2000 Guineas bei den Hengsten gab es faustdicke Überraschungen. Aber das macht ja auch den Reiz von Pferderennen aus: Es gibt immer Favoriten - aber sie gewinnen nicht immer. Und wenn Außenseiter vorne sind, lohnt es sich für Wetter umso mehr.
An diesem Samstag wird in Lingfield für anstehende große Aufgaben wie das Derby geprobt. Sie können alle Rennen natürlich im Betfair LIVE VIDEO sehen.
Erstes Hauptereignis in Lingfield sind um 15.40 Uhr die „Oaks Trial Stakes". Oaks - das ist das Stuten-Derby. Neun dreijährige Pferdedamen treten an. Drei von ihnen sind unbesiegt. Oft erfolgreich in diesem Rennen war Trainer Henry Cecil. Seine Midday hat sicherlich Chancen. Man kann aber kaum eine der Starterinnen abschreiben. Die Erfahrung lehrt ohnehin, dass in diesem Rennen Überraschungen nicht gerade selten sind. Vom Gefühl her und bei guter Quote könnte es sich lohnen, auf die Unbesiegten Anice Stellato, Floodlit oder July Jasmine zu setzen. Man weiß schließlich nicht wie gut sie wirklich sind. Vom Rest gefallen Tottie (ihr Besitzer gewann dieses Rennen vor zwei Jahren und war im Vorjahr Zweiter), Sanvean (in der vorletzten Siegform, im April lief sie wenig überzeugend) und Wadaat, die ihr letztes Rennen gewann und für die bestimmt nicht ohne Grund ein Spitzenjockey aus Frankreich eingeflogen wird.
Die folgenden „Derby Trial Stakes" gehören zur Gruppe III und sind natürlich eine Vorprüfung auf das Epsom Derby. Immer wenn der irische Startrainer Aidan O'Brien (der dieses Rennen im Vorjahr gewann) ein Pferd aufbietet, ist es einen genauen Blick wert. So ist das auch bei Age Of Aquarius. Er läuft erstmals in der Saison, zeigte letztes Jahr aber bereits genug, um hier Favorit zu werden. Schließlich war er Vierter in einem Gruppe-I-Rennen in Frankreich. Allerdings: die Quote dürfte sich nicht gerade lohnen, es sei denn man geht gerne auf Nummer Sicher. Es ist aber so, dass O'Brien-Pferde nicht grundsätzlich gewinnen. Die Alternativen sind Father Time und Alwaary.
Um 16.45 Uhr gibt es noch ein Gruppe-III-Rennen für Stuten. Chantilly Tiffany könnte eine lohnende Wette sein. Und das nicht nur, weil sie ihr letztes Rennen in Baden-Baden gewann.
Um 14.05 Uhr gibt es auch auf der königlichen Rennbahn in Ascot ein Listenrennen. Mehr als die Hälfte der Starter scheint gut genug für den Sieg zu sein. Die interessanteste Quote verspricht Charlie Farnsbarns. Er war zuletzt nur Fünfter, lief aber dennoch gut. Nach Rating ist er aber die Nummer 1 im Feld.
Auch Freunden des Hindernissports wird noch einmal etwas geboten. In Haydock gibt es am Samstag um 14.55 Uhr ein mit 75.000 Pfund dotiertes Gruppe-III-Hürdenrennen. Es laufen sage und schreibe 24 Pferde. Besonders interessant ist der Ex-Deutsche First Point, der drei seiner letzten vier Rennen gewann und ohne Frage ein Riesentalent ist. Zwar trifft er nun erstmals auf solch starke Gegner, aber sein Trainer, ein Spitzenmann, weiß was er tut. Auch zwei andere Ex-Deutsche könnten lohnende Wetten sein: die Stute Fairyland (dreimal in Folge Zweite, dann Doppelsiegerin, zuletzt erstmals ohne Chance) und der in Irland vorbereitete Schelm, der seine letzten Leistungen aber steigern muss.