Galopprennen: Auch am Sonntag tolle Rennen in Ascot
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 25 September 2009 / Kommentar schreiben
Einen Tag nach den bedeutenden „Queen Elizabeth II Stakes" bietet die königliche Rennbahn von Ascot einen weiteren Spitzenrenntag. Es gibt u.a. zwei interessant besetzte Grupperennen. - Sie können wie gewohnt alle Rennen im Betfair LIVE VIDEO sehen.
Das vermeintlich interessanteste Rennen sind die „John Guest Diadem Stakes" der Gruppe II. Es treten gleich 15 Sprinter an, bei denen ganz klar sehr viel, wenn nicht alles, auf den Rennverlauf ankommt. Und in so großen Feldern ist es ohnehin schwer einen Favoriten zu bestimmen. Nicht gerade geschont wird der jetzt offiziell in England trainierte Südafrikaner J J The Jet Plane. Da gefallen eigentlich High Standing, der Franzose Mariol oder Dream Eater besser. Nach Klasse müsste auch der junge Art Connoisseur mitmischen, der in den großen Sprintrennen antreten musste, wo er überfordert war - von einem Sieg(!) abgesehen. Und nach dieser Siegleistung wäre er nicht zu bezwingen. Immer zu erwähnen sind auch die Starter von Godolphin, also der Dubai-Scheichs. Sie haben Asset im Rennen. Toll in Tritt ist der speedstarke Strike The Deal, der zweimal in Folge von weit hinten kommend noch gewann. Er läuft aber in kurzen Abständen, was mir nicht so ganz gefällt. - Mein persönlicher Mumm ist neben ihm High Standing.
Um 15.40 Uhr werden die „Grosvenor Casinos Cumberland Lodge Stakes" der Gruppe III gelaufen. Hier geht es um 65.000 Pfund. 13 Pferde laufen. Interessant erscheint Masterofthehorse, der nach Katar verkauft wurde, anscheinend aber noch nicht dort trainiert wird, sondern weiterhin in England. Er ist ein Spitzendreijähriger, der in dieser Klasse immer im Endkampf sein muss. Dass Kieren Fallon als Jockey engagiert wurde, ist ein weiterer positiver Faktor. Nach seinem Comeback will er es schließlich wissen. Nach Klasse wäre auch Macarthur möglich. Er wird in Südafrika trainiert (bzw. derzeit ganz normal in England, wo sein Trainer einen sogenannten Shuttle-Stall betreibt), gebucht wurde ein Spitzenjockey aus Frankreich. Die aktuelle Form überzeugt nicht, wie auch beim weitgereisten Red Rocks, eigentlich ebenfalls ein Pferd mit beträchtlicher Klasse. Nach aktueller Form gefallen aber zumindest mir neben dem „Master" (wobei ich dessen zwei letzte Leistungen einfach mal ignoriere) der zuverlässige und steigerungsfähige Kingdom of Fife sowie Campanologist von Godolphin am besten, der bei seinem letzten Start Pech hatte. Ihn reitet allerdings nicht der Stalljockey. Der ist am Sonntag nämlich in Deutschland aktiv.
Das vorletzte Rennen ist ein Listenrennen über weite zwei Meilen. Nur sechs Pferde laufen und als Favorit gilt The Betchworth Kid. Doch da ist ja noch der Ex-Deutsche Peppertree Lane. Eigentlich ist er das beste Pferd im Feld. Andererseits: er kommt von der Hindernisbahn und hat einen neuen, eher unbekannten Trainer. Was aber wiederum eine lohnendere Quote verspricht.