Galopp-Wetten: Die Große Woche in Baden-Baden endet Sonntag mit einem Spitzenrennen
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 04 September 2010 / Kommentar schreiben Wettbonus Zum Wettmarkt

Baden-Baden geht am Sonntag mit dem „138. Großen Mercedes-Benz Preis", einem Rennen auf Gruppe I-Level, in die letzte Runde der so erfolgreichen Großen Woche. Godolphin schickt Calvalryman mit Lanfranco Dettori ins Rennen, der sich gegen einige der besten deutschen Galopper behaupten soll. Insgesamt laufen hier sieben starke Pferde.
Godolphin, also das weltweit agierende Rennsportunternehmen der Herrscher von Dubai (Leser dieser Kolumne wissen Bescheid), ist 2010 in Deutschland erfolgreich wie nie. Man schickt mittlerweile auch nur noch Spitzenpferde her. Sei es das Derby, das klassische Mehl-Mülhens-Rennen, seien es zwei Gruppe-I-Rennen für ältere Pferde oder am Dienstag das Darley Oettingen-Rennen der Gruppe II in Baden-Baden: Godolphin siegt. Nun versucht man mit Cavalryman nachzulegen, der seinen Vorbereitungsstart für den Prix de l'Arc de Triomphe bestreitet. Dass er als Kandidat für das wichtigste Galopprennen der Welt gilt, sagt viel über seine Klasse aus. Gewonnen hat er dieses Jahr aber noch nicht, traf auch auf einige der besten Galopper Europas und lief zuletzt auch auf zu kurzer Distanz. Dennoch: Platz 4 in den Juddmonte International Stakes, Platz 5 im Coronation Cup in Epsom und auch Platz 5 früh im Jahr im Dubai Sheema Classic, das sind Leistungen, die nicht zu verachten sind. Ich sage mal so: ich hoffe auf einen deutschen Sieg und Cavalryman ist auch nicht unschlagbar. Aber sein Sieg würde mich nicht verwundern.
Zweiter Gast aus England ist Allied Powers. Er gewann zwei Grupperennen in Frankreich (u.a. den Grand Prix de Chantilly) ehe er nach Hamburg reiste. Als Fünfter war er dort nicht weit geschlagen, überzeugte aber auch nicht völlig. Neben einem Trainingsgefährten von Cavalryman waren auch zwei seiner heutigen deutschen Gegner bereits vor ihm. Ich glaube also eher nicht an seinen Sieg.
Zweiter war damals Wiener Walzer, der Derbysieger des Vorjahres. Das war eine starke Vorstellung. Im Rheinland-Pokal der Gruppe I lief der Hengst dann nicht wegen des schweren Bodens. Er wäre Favorit gewesen. Dieses Jahr begann er seine Saison im Ausland und lief dort auf zu kurzer Distanz zwei gute Rennen. In Ascot blieb er dabei auch deutlich vor Cavalryman.
Quijano war Dritter in Hamburg (nur knapp zurück) und Vierter in dem erwähnten Rheinland-Pokal, wobei auch er Probleme mit dem schweren Boden hatte. Der alte Mann ist um die halbe Welt gereist und hat 14 seiner 37 Rennen gewonnen. 1,8 Mio Euro hat er verdient. Nun endet seine Rennkarriere. Zumindest eine Platzierung traue ich ihm zu. Er ist immer noch gut drauf und vor allem in Iffezheim ungeschlagen nach drei Starts!
Night Magic ist der aktuelle Galopper des Jahres (bzw. die Galopperin des Jahres). Die erstklassige Stute kann meines Erachtens alle schlagen. Nach einem nicht überzeugenden Saisondebüt in Italien war sie Siegerin in Berlin-Hoppegarten und dann in einem Gruppe-I-Rennen in München nach schlechtem Rennverlauf Zweite. Ihr ständiger Jockey ist verletzt und der „Ersatz" Filip Minarik wird alles für einen Gruppe-I-Sieg geben. Der Stall schickt sogar einen Pacemaker ins Rennen: Northern Glory.
Bleibt noch die Jugend: Russian Tango. Er war Dritter im diesjährigen Derby und hat gezeigt, dass er ein richtig gutes Pferd ist. Als Sieger sehe ich ihn eigentlich nicht, aber eine Platzierung traue ich dem Schützling von Andreas Wöhler zu.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco