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Erster deutscher Starter in Dubai

Pferderennen RSS / Marco Hoffmann / 22 Januar 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus

Am Donnerstag, dem zweiten Veranstaltungstag des diesjährigen Dubai Racing Carnival, tritt das erste in Deutschland trainierte Pferd an. Und zwar gleich im 1.Rennen um 15.55 Uhr.
Es handelt sich um den von Andreas Wöhler trainierten Santiago Atitlan. Der im Besitz der Stiftung Gestüt Fährhof stehende Wallach bestreitet ein mit 120.000 US-Dollar dotiertes Sprintrennen unter Spitzenjockey Mick Kinane. Vor einem Jahr belegte er in Dubai einen starken dritten Platz. Später in der Saison kam er nur noch zweimal an den Start, jeweils in Kanada, wo er sich einmal ebenfalls platzieren konnte. Er trifft in dem 1300-Meter-Rennen auf der Grasbahn auf elf Gegner und kann sich durchaus platzieren.

Bestimmt wird auch dieser Renntag wieder von einem ganz besonderen Duell. Wer wird der erfolgreichste Trainer beim Carnival? Der für das veranstaltende Godolphin trainierende Saeed bin Suroor oder der Südafrikaner Mike de Kock? Letzte Woche gab es ein Duell 2:1 für Godolphin, das vor allem im Hauptrennen erfolgreich war. Das ist nun nicht möglich, denn es hat im Sprint-Grupperennen keinen Starter. Für Mike de Kock tritt die Stute Diana's Choice an. Sie ist recht jung, gewann Listenrennen in Südafrika und kann nach vorne laufen. Letztlich ist schwer zu bestimmen, wer die größten Siegchancen im Al Tayer Motors Sprint besitzt. Das höchste Rating hat Big City Man, ein Listensieger aus den USA, der dem Herrscher von Saudi Arabien gehört. Star Crowned war letztes Jahr Dritter im Golden Shaheen am World-Cup-Tag, also dem bedeutendsten Sprintrennen beim Carnival, vor Barbecue Eddie.

Im Rahmenprogramm dürfte es Erfolge für Godolphin und de Kock geben. Im 1.Rennen hat Godolphin mit Hatta Fort, einem Gruppe-III-Sieger aus den USA, vermutlich bessere Chancen, als de Kock mit Hunting Tower. In den Grupperennen seiner südafrikanischen Heimat tat dieser sich zuletzt schwer.

Im 2.Rennen bietet Mike de Kock gleich drei Pferde auf. Der Stalljockey reitet Rocks Off, der Höchstgewicht trägt, in Südafrika aber ein Gruppe-I-Rennen für sich entschied. Blues And Rock könnte die Nummer 2 sein. Er war in Argentinien Gruppe-I-platziert. Indiscutible gewann ein Gruppe-III-Rennen in Chile. Godolphin hofft auf Desert Party, einen Gruppe-II-Sieger aus den USA. Vielleicht ist das am meisten wert. Nummer 2 ist Regal Ransom, der in einem Gruppe-I-Rennen in den USA ohne Chance blieb. Die Jockeywahl ist ein Hinweis.

Im 3.Rennen hofft Godolphin auf Asset, der sich in England in Listenrennen platzierte. De Kock versucht es mit Drift Ice, dem Achten aus dem letztjährigen Dubai Sheema Classic am Weltcup-Tag. Beachten muss man beide, aber sie sind nicht zwingende Sieger in einem offenen Rennen. Miss Gorica war letzte Woche überzeugende Siegerin. Sie wurde nicht überanstrengt, dennoch stört natürlich die kurze Pause.

Ein vergleichsweise kleines Feld gibt es im 4.Rennen. Das Höchstgewicht trägt der Südafrikaner Jay Peg. Er ist immerhin der Sieger aus dem Dubai Duty Free 2008. Damit muss er eigentlich Favorit sein. Aber Biarritz, ein von Mike de Kock trainierter Gruppe-III-Sieger aus Südafrika, der in Frankreich mehrfach erfolgreiche Spanier Bertranicus und Godolphins Calming Influence sind ebenfalls als Sieger vorstellbar.

Im 5.Rennen könnte Mike de Kock durch Quicksand gute Chancen besitzen. Im Sommer gelangen Siege in Südafrika. Er hat pausiert und ist kaum schon am Limit.

Rennen 6 ist ein Handicap von der Sorte, in denen es oft Überraschungen gibt. Ein Favorit ist schwer zu entdecken. Bennie Blue ist nicht der Star im de Kock-Stall. Captain Webb und Colony treten für Godolphin an. Beide sind wenig geprüft und gewannen im Frühling/Sommer kleinere Rennen in England.

Das 7.Rennen sieht keinen Starter der beiden „Großen". Die Engländer haben eventuell die besten Chancen. Wie Presvis, der im frühen Herbst Listenrennen in England gewann. Oder Drill Sergeant, zuletzt Dritter in Ascot und auch Deauville. Via Galilei ist interessant. Der Ire ist in seiner Heimat ein Listenpferd.

Im 9.Rennen besteht die Möglichkeit auf einen erfolgreichen Abschluss für Godolphin. Das Team um Scheich Mohammed bietet mit Alexandros ein interessantes Pferd auf, mit dem nicht alles glatt gegangen war.

Viel Glück beim Wetten, Euer Marco

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