Epsom Oaks-Siegerin Dancing Rain am Sonntag im Preis der Diana!
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 06 August 2011 / Kommentar schreiben Wettbonus Zum Wettmarkt

Johnny Murtagh gewann mit Dancing Rain (r.) das Investec Oaks beim Epsom Derby Festival
Das ist mal ein Hammer! Dass die englische Oaks-Siegerin Dancing Rain am Sonntag in Düsseldorf den „153. Henkel Preis der Diana" bestreitet, damit war im Vorfeld nicht zu rechnen. Eigentlich steht somit die Favoritenrolle fest, denn dass die deutschen Stuten die englische Stuten-Königin schlagen können, ist schwer vorstellbar. Aber unmöglich ist es auch nicht. Es gibt durchaus Faktoren, die gegen Dancing Rain sprechen. Und das Wetten wird sich in diesem mit 400.000 Euro dotierten Gruppe-I-Rennen lohnen!
Zum Beispiel ist da die spezielle Kursführung in Düsseldorf. An dem Berg scheiterte schon so manch ausländischer Gast. Außerdem scheint Dancing Rain eine Frontrennerin zu sein. Da das bekannt ist, wird man versuchen, ihr den Rennverlauf zu verderben. In Irland in den dortigen Oaks (Oaks = Stuten-Derby, Preis der Diana ist der deutsche Titel) gelang dies und sie wurde nur Fünfte. Die Startbox spricht auch nicht gerade für die Favoritin. Und die Tatsache, dass im Vorfeld ihres großen Triumphs niemand mit ihr gerechnet hatte, darf man auch nicht vergessen.
Die deutsche Nummer 1 ist Djumama von Andreas Löwe. Das war sie auch in den auf kürzerer Distanz gelaufenen 1000 Guineas, doch sie enttäuschte und steckte ihre erste Niederlage ein. Die Gründe waren nicht zu erkennen. Die spezielle Bahn war eine Vermutung, deshalb gab es einen weiteren Start in Düsseldorf und diese Generalprobe für die Diana gewann sie.
Peter Schiergen hat Navarra Queen für 40.000 Euro nachgenannt. Sie ist der Ritt des Stalljockeys, dieses Jahr unbesiegt und international geprüft. Da ist bestimmt einiges zu erwarten. Der Ruf von Aigrette Garzette war immer besser, aber so wirklich zeigte sie nicht warum. Next Holy ist erst zweimal gelaufen. Interessant ist sie, vom Jockey auch die zweite Wahl des Stalles. Mutter und eine Schwester sind Diana-Siegerin. Auf Außenseiterin Alkhana sitzt der 16jährige Trainersohn! Ja, er ist besser geworden und ein Talent. Aber wäre sein Nachname nicht Schiergen...
Aus Frankreich kommt Karsabruni, die ein Grupperennen in Hamburg gewann. Das überraschte. Sie war u.a. vor der von Vorjahressiegtrainer Torsten Mundry trainierten sieglosen Labrice. Ich denke eine Revanche ist möglich, aber beide Stuten sind für mich nur Außenseiterinnen. Hinter beiden waren die erwähnten Alkhana und Aigrette Garzette.
Waldemar Hickst sattelt Außenseiterin Dalarna. Sie war in einem Vorbereitungsrennen deutlich hinter der fraglos interessanten Selkis aus dem Training von Jens Hirschberger. Hinter dieser waren Night of Dubai (die Schwester gewann dieses Rennen) von Mario Hofer und Leopardin von Hans-Jürgen Gröschel. Diese ist noch sieglos, aber beim Folgestart gefiel sie mir mit ihrem Speed. Nur Djumama war stärker, dafür blieb sie vor Next Holy und Außenseiterin Breezy Hawk. Diese wird von Sascha Smrczek vorbereitet. Sie ist klar besser als Trainingsgefährtin Heaven's Gift.
Anfang Juli gelang Andreas Wöhler bekanntlich ein ganz großer Sieg. Er gewann mit Waldpark das Deutsche Derby. Wöhler hofft nun auf Kapitale. Die wenig geprüfte Stute ist Außenseiterin, auch wenn sie ihr letztes Rennen gewann. Der Trainer wollte eigentlich mit einer besseren Stute starten, zog diese aber kurzfristig zurück.
Deshalb darf Mitko Mintchev Achinora aufbieten, eine frische Siegerin, die letztes Jahr im Preis der Winterkönigin deutlich hinter Djumama, Aigrette Garzette und auch Dalarna blieb.
Mein Tipp ist eindeutig Dancing Rain, aber ich halte dennoch einen deutschen Sieg für machbar. Djumama und Navarra Queen aber auch Selkis und für die Überraschung Leopardin halte ich für möglich.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco