Die interessantesten Rennen am Ostersamstag finden in Kempton statt
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 11 April 2009 / Kommentar schreiben Wettbonus
Es ist derzeit so eine Art Zwischenphase. Die Saison der großen Hindernisrennen in England und Irland ist eigentlich vorbei. Ausnahmen gibt es in den nächsten Wochen noch. Um nur einige zu nennen: das schottische Grand National in einer Woche oder das Punchestown Festival in Irland Ende des Monats. Es ist so etwas wie das irische Äquivalent zum Cheltenham-Festival. Die großen Flachrennen stehen aber auch noch nicht auf dem Programm. Die Saison der wichtigen Grupperennen beginnt mit dem Saisonstart Mitte des Monats in Newmarket, also der Paraderennbahn im Vereinten Königreich. Dieser Ostersamstag (Karfreitag ist einer der wenigen Tage, wo in England keine Rennen gelaufen werden) spiegelt die Situation sehr gut wider. Es gibt keine großen Höhepunkte, das macht das Wetten aber keinesfalls weniger spannend.
Die besten Flachrennen am Samstag finden in Kempton statt, also auf der All-Wetter-Bahn. So um 15.40 Uhr deutscher Zeit ein Listenrennen mit dem Titel „Snowdrop Fillies' Stakes". Es geht für die antretenden Stuten immerhin um 40.000 Pfund an Preisgeld. Interessanterweise entstammt das beste Pferd im Feld der deutschen Zucht. Born Tobouggie gewann letzte Saison zwei Rennen und verkaufte sich gegen gute Gegner auch mehr als ordentlich. Nun ist die Frage, wie sie die Pause seit Oktober verkraftet, denn sie läuft erstmals im Jahr. Abgesehen von Smokey Rye, die nach offizieller Marke klar und deutlich unter ihr steht, gilt das aber für alle Stuten. Letztlich erscheinen Festoso, Perfect Star (ältestes Pferd im Feld) und Scuffle als logische Gegnerinnen. Betrachtet man hier die offizielle Marke (also das Rating) sieht man, dass alle drei identisch bewertet sind. Born Tobouggie steht deutlich über ihnen.
In Kempton treten eine halbe Stunde später dann dreijährige Hengste und Wallache ebenfalls auf Listenlevel an. Titel des Rennen „Easter Stakes". Auch hier geht es um ein Preisgeld von 40.000 Pfund. Ob sich ein großer Hoffnungsträger für die klassischen Rennen unter den Startern befindet, darf angezweifelt werden, man würde kaum auf diesen Untergrund gehen. Nichtsdestotrotz sind Pferde aus großen Ställen am Start. Man sollte aber seinen Blick mehr noch auf die Formen werfen. Zwei der Starter sind unbesiegt. Durchaus denkbar, dass das bei einem von ihnen so bleibt. Saint Arch kommt aus dem großen Stall von Trainer Mark Johnston. Er ist dieses Jahr bereits am Start gewesen, hat im Gegensatz zu dem in Irland erfolgreichen Captain Ramius also auch Kondition. Und so früh im Jahr wirkt sich das recht oft aus.
Im letzten Rennen der Kemptoner Veranstaltung könnte schließlich durchaus ein Pferd aus deutscher Zucht für eine Überraschung sorgen. Press The Button zeigte letzte Saison nämlich konstante und gute Leistungen. Wenn sich das fortsetzt, ist zumindest wieder eine Platzierung möglich. Ein Sieg vermutlich eher nicht, denn der Favorit des Rennens kommt aus dem gleichen Stall. Formation landet immer auf den Plätzen 1, 2 oder 3 und ist dieses Jahr schon häufig gelaufen. Form und Kondition sind ein gewichtiges Pfund. Der Ex-Deutsche ist Saisondebütant. Nach einem starken Saisondebüt mit Platz 2 ist auch Viva Vettori eine kleine Wette wert.
Große Hindernisrennen gibt es an diesem Wochenende nicht. Zumindest die Veranstaltung in Haydock ist aber einen genauen Blick wert, laufen doch einige Ex-Deutsche. Und die sind ja bekanntlich durchaus eine Wette wert.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
