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Der Start von Royal Ascot

Pferderennen RSS / Marco Hoffmann / 16 Juni 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus

Einer der Höhepunkte des Galopp-Sommers beginnt am Dienstag. Royal Ascot. Das königliche Meeting findet bis Samstag statt und bietet Tag für Tag großen Galopprennsport mit vielen Grupperennen.

Wenn es um 15.30 Uhr losgeht, dann gibt es sechs Rennen, von denen die ersten drei zur Gruppe I gehören, also zur höchstmöglichen Kategorie im Galopprennsport weltweit. Es ist die absolute Champions League mit großer internationaler Beteiligung. Denn auch Pferde aus Australien und Südafrika kommen an den Start.

Der Reigen der großen Rennen beginnt mit den „Queen Anne Stakes" auf der Meilendistanz. Es geht um 250.000 Pfund. Vielleicht gewinnt ein Franzose, denn Sageburg ist in großartiger Form. Doch Trainer de Royer Dupre hat mit Darjina auch eine absolute Superstute im Feld. Sie war beim letzten Aufeinandertreffen aber schon hinter ihrem Trainingsgefährten. Dritter Franzose ist Spirito Del Vento. Auch seine Form ist tadellos, er wird aber trotzdem eher Außenseiter sein, weil seine Lands"pferde" stärker einzuschätzen sind. Ebenfalls eine Superstute, die große Siege vorweisen kann, ist Finsceal Beo. Sie kommt aus Irland und hat sicherlich ihre Möglichkeiten, wenngleich sie sich gegen starke Hengste erst noch beweisen muss. Vor allem gegen solche aus ihrem eigenen Land. Denn der in großen Rennen wie so oft mehrfach vertretene Trainer Aidan O'Brien hat gleich drei Starter. Stalljockey Johnny Murtagh konnte sich seinen Ritt aussuchen und sitzt auf Haradasun, einem Pferd, das aus Australien überstellt wurde und dort ein absolutes Spitzenpferd ist. Sein Einstand in der neuen Heimat endete zwar mit Platz 6, aber das war erwartet worden. Man wollte ihm die Möglichkeit eines Tests geben. Ziel war immer Royal Ascot. Er wird besser laufen. Stärkster der Engländer ist Cesare, der beim letzten Start aber knapp hinter Tariq einkam und nicht weit vor Arabian Gleam. Auch Linngari wird jetzt in England trainiert. Er kommt eigentlich aus Südafrika, gehört einem Deutschen, lief zuletzt in Dubai und gewann, als man ihn zwischenzeitlich in Frankreich vorbereiten ließ, große Rennen in Italien und Deutschland. Internationaler geht es also kaum.

35 Minuten später treten die Sprinter in den „King's Stand Stakes" über 1000 Meter an. Groß ist die Beteiligung aus Australien. Magnus und vor allem Takeover Target kennt man noch vom letzten Jahr, als sie bereits eine starke Visitenkarte hinterließen. Letztgenannter ist ohnehin ein ganz spezielles Pferd. Der bereits neunjährige Wallach wird von einem Taxifahrer quasi als Hobby trainiert, wurde von diesem vor dem Schlachter gerettet und dankte es mit 17 Siegen. Nun reist er durch die Welt. Aus Südafrika kommt National Colour. Die Form ist tadellos. Die Dubai-Scheichs sind mit Dandy Man vertreten. Dessen Generalprobe misslang. Sehr interessant sind die Dreijährigen im Feld und hier vor allem Fleeting Spirit. Dieser ist wirklich superschnell. Bei seinem Saisondebüt war er gleich siegreich. Doch auch Kingsgate Native ist sehr interessant. Er läuft zwar erstmals in 2008, war letztes Jahr aber in einem der wichtigsten Sprintrennen Frankreichs Zweiter - als Zweijähriger! Das war sensationell.

Ein Superrennen sind dann auch die folgenden „St James's Palace Stakes". Denn mit Henrythenavigator läuft der doppelte 2000 Guineas-Sieger aus Irland und England. Der jeweils Zweitplatzierte gewann kürzlich das Derby. Es kommt zum großen Duell mit Falco, der das Pendant-Rennen in Frankreich für sich entschied. Und zu einer Revanche mit Raven's Pass, der als einer der Favoriten in den klassischen 2000 Guineas galt, letztlich aber nur Vierter wurde. Twice Over galt lange als DER Derbyfavorit, doch die Generalprobe misslang. Man plante um. Doppelt vertreten sind die Scheichs aus Dubai. Rio de La Plata scheiterte im Epsom Derby an Rennverlauf und Distanz. Er kann sehr viel, steht nach Stalljockeywahl über Alexandros.

Die restlichen drei Rennen sind sehr schwer zu bewetten. Zum einen treten 18 unerfahrene Zweijährige an. Da kann man nur raten. In einem Handicap sieht man gleich 20 Pferde. Und zum Schluss in einem Listenrennen noch einmal 26(!) Zweijährige.

Viel Glück beim Wetten, Euer Marco

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