Der große Wettkampf
Pferderennen
/ Marco Hoffmann / 09 August 2008 / Kommentar schreiben Wettbonus
Zwei Grupperennen werden am Samstag in England gelaufen, in Newmarket und in Haydock.
Vielleicht ist der Renntag in Ascot aber interessanter. Dort wird zum zehnten Mal der Shergar Cup ausgetragen, ein Jockeywettkampf mit vier verschiedenen Teams. Großbritannien mit den Spitzenjockeys Frankie Dettori (eigentlich Italiener), Champion Seb Sanders und Hayley Turner trifft auf Irland (Jamie Spencer, Richard Hughes, Kevin Manning), Europa (der Franzose Gerald Mosse, Mirco Demuro aus Italien sowie der Türke Halis Karatas) und den Rest der Welt (Yutaka Take aus Japan, der US-Rekordjockey Russell Baze sowie Jorge Ricardo aus Brasilien, derzeit der Jockey mit den meisten Siegen weltweit). Es werden sechs Handicaps gelaufen. Die englischen Buchmacher glauben an einen Gesamtsieg des Teams Irland. Man sieht übrigens auch deutsche Pferde am Start. Im 4.Rennen gilt der bereits Elfjährige Caracciola sogar als Favorit. Empire Day hat eine deutsche Mutter, wurde aber von den Dubai-Scheichs gezüchtet. Im 5.Rennen läuft Polish Power, der dieses Jahr bereits zwei Rennen gewann. Es ist für ihn aber nun schwerer geworden.
Doch kommen wir zu den Grupperennen. In den „Toteswinger Rose of Lancaster Stakes" um 15.35 Uhr in Haydock treten sieben Pferde an. Das Beste ist Multidimensional, der es schon lange nicht so leicht antraf. Geht man nach der Marke der Pferde, also der offiziellen Einschätzung anhand ihrer Bestleistung, besitzen auch Hattan, Smokey Oakey sowie Flying Clarets realistische Siegchancen. Für die Überraschung kommt Championship Point in Frage, ein Pferd mit deutschem Background. Sein Vater ist ein deutscher Deckhengst, die Mutter gewann in Baden-Baden ein Rennen. Zieht man seine zwei letzten Leistungen in Betracht, kann er aber nur Außenseiter sein. Doch gerade die sorgen ja bekanntlich für die hohen Quoten.
14 zweijährige Stuten treten um 16.15 Uhr in den „Sweet Solera Stakes" in Newmarket an. Derartige Rennen sind bekanntlich immer schwer zu bewetten, doch warum sollen Ballantrae oder Rainbow View nicht unbesiegt bleiben? Sie haben bei ihren Debütsiegen schon sehr imponiert. Ballantrae kommt aber zum Beispiel aus einem kleineren Stall. Und da diese über weniger Vergleichsmöglichkeiten als die großen Quartiere verfügen, sagt man allgemein, dass große Trainer oft die besseren Zweijährigen haben. Was zum Beispiel neben Rainbow View auch für Kissing The Camera, die frische Siegerin Minor Vamp und vor allem für Nashmiah sprechen würde, die ebenfalls ihr letztes Rennen gewann und dabei auch sehr zu überzeugen wusste.
Erwähnenswert ist noch, dass am Sonntag auf dem Curragh in Irland gleich drei Grupperennen gelaufen werden. In den „Phoenix Sprint Stakes" für die Sprinter könnte der Routinier Benbaun eine gute Wette sein. In den „Ballygallon Stud Debutante Stakes" läuft mit Cuis Ghaire ein Starzweijähriger, der zwar kürzlich erstmals besiegt wurde, sich aber rehabilitieren sollte. Und in den „United Arab Emirates Royal Whip Stakes" dürfte mit King of Rome ein Pferd in der Favoritenrolle stehen, das im Deutschen Derby auf Rang 6 lief und anschließend bereits gewann.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco